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Die Welt der Berliner Start-ups

Number26 jetzt auch mit Maestro-Karte

17. Dezember 2015 · Keine Kommentare · Allgemein

NUMBER26_web_controlcenterIn Deutschland gibt es 450.000 und weltweit rund 36 Millionen Akzeptanzstellen für die MasterCard. Das klingt nach einer hohen Dichte. Aber „mein“ Supermarkt ist – wie ein Großteil der Einzelhändler in Deutschland – zu geizig für Kreditkarten, was den Nutzen eines  Smartphone-Kontos des Start-ups Number26 schmälert. Doch das ändert sich jetzt.

Das Berliner Start-up um die Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf hat die Vision von einer europäischen Bank ohne Grenzen, deren Kunden ihre Konten komplett mit dem Smartphone oder Tablet steuern.

Vielleicht ist es eine infantile Freude, aber dieses „Bling!“ und die Push-Nachricht auf dem iPhone-Display, eine Sekunde nachdem man die Kreditkarte aus dem Bezahlterminal gezogen hat, beinhaltet einen gewissen Spaßfaktor. Abgesehen davon sorgt diese Funktion und die automatische Kategorisierung der Ausgaben in der App für eine Transparenz, die nur wenige Kreditinstitute bieten.

Nutzer forderten die zweite Karte

Viele Kunden hatten bemängelt, dass das FinTech-Unternehmen hinter der Konto-App nur eine MasterCard anbietet. Doch das ändert sich jetzt. Ab sofort können Kunden neben der MasterCard auch eine kostenfreie Maestro-Karte beantragen, vorausgesetzt sie haben bereits 100 Euro mit dem Konto umgesetzt. Beide können komplett über das Smartphone gesteuert und mit einem Klick direkt in der Mobile-App ge- und entsperrt werden.

Das Berliner Start-up will eine Digital-Bank werden, deren Kunden ihre Konten komplett mit dem Smartphone oder Tablet steuern. Ein Schritt in diese Richtung war die Bereitstellung eines Dispokredits von bis zu 2000 Euro, den das Unternehmen vor wenigen Wochen einführte. Die Konditionen dafür werden von einem Algorithmus ermittelt.

Number26 bietet Bargeld in 6000 Supermärkten

Schon etwas länger bietet Number26 die Möglichkeit, an mehr als 6000 Einzelhandelskassen in Deutschland Bargeld ein-­ und auszuzahlen. Das seien mehr Bargeldquellen als die Deutsche Bank, Commerzbank und Postbank zusammen Filialen hätten, unterstreicht das Start-up nicht ohne Stolz. Ferner kann Geld per SMS oder E-­Mail an Freunde verschickt werden, egal wo sie ihr Konto haben, und Ausgaben werden in der App automatisch kategorisiert.

Im April dieses Jahres investierte der prominente Paypal Gründer Peter Thiel mit seinem Fond Valar Ventures mehrere Millionen Euro.

Bis zum vollwertigen Konto haben die Number26-Gründer noch einen weiten Weg vor sich: vor allem, wenn es darum geht, komplexere und beratungsintensive Bankdienstleistungen in ihre App zu integrieren. Es bleibt also spannend.

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