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Die Welt der Berliner Start-ups

Techstars startet Accelerator in Berlin  

8. Januar 2015 · Keine Kommentare · Allgemein

logo@2xDie Kunst des Start-up-Unternehmertums lernen Gründer in Berlin vom Sommer 2015 an auch beim Start-up-Accelerator Techstars. Damit kommt ein weiterer US-Accelerator nach Berlin. Die Bewerbungsphase für das Programm, das im Juni beginnt und im September mit einem Demo Day endet, hat bereits begonnen. Ähnliche Kurse bietet Techstars in mehreren US-Städten sowie in der britischen Hauptstadt London an.

Das neue Programm wird von Jens Lapinski geleitet, der bereits in London für Techstars tätig war. Es begründet den Start des Angebots in die Hauptstadt in einem Blogbeitrag mit dem Erstarken der Start-up-Szene in Berlin: mit Mit Rocket Internet, Zalando und Delivery Hero gebe es bereits drei Unternehmen, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet seien. Auch sei die Zahl der Investitionsrunden mit einem Volumen von mehr als zehn Millionen Dollar inzwischen auf Londoner Niveau. Und die Wachstumsrate dieser Finanzierungsrunden sei in Berlin höher als in London. „Hier gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten und ich erwarte noch mehr in der Zukunft“, heißt es in dem Beitrag.

Viele Argumente für Berlin

Als ein weiteres Argument für den Standort Berlin nennt Lapinski die hohe Zahl der Frühphasen-Investoren, die selber aus der Start-up-Szene stammen. „Es gibt fast kein altes Kapital in Berlin“, schreibt er. Für junge Unternehmer sei es ideal, solche Investoren zu haben. Hier unterscheide sich Berlin von anderen deutschen Städten.

Die vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten, die kulturelle Vielfalt sowie die öffentlichen Versorgungsangebote werden als weiteres Argument für den Start-up-Standort Berlin genannt.

Techstars nennt prominente Mentoren

Techstars hat bereits eine Reihe von Investoren und Mentoren für das Berliner Programm gefunden. In dem Blogpost werden genannt: Brad Feld (Geschäftsführer Foundry Group), Pawel Chudzinski (Partner bei Point Nine Capital), Christian Buchenau (Partner bei Paua Ventures), Suranga Chandratillake und Rob Moffat (Balderton Capital), Jason Whitmire und Simon Schminke (Earlybird Ventures), David Cohen (Gründer und Geschäftsführer von Techstars), Fabian Heilemann und Lydia Benkö (Partner bei Heilemann Ventures), Philipp Hartmann und Tobias Johann (Partner bei Rheingau Founders), Benjamin Rohe und Ludwig Preller (Partner bei MAS Angel Fund) und Christoph Gerlinger (Gründer und CEO der German Startups Group).

Techstars hat einer eigenen Statistik zufolge bislang 483 Start-ups unterstützt. Gut drei Viertel von ihnen sind demnach noch aktiv, 59 (12,2 Prozent) wurden an ein anderes Unternehmen verkauft, 50 (10,3 Prozent) scheiterten. Die Portfolio-Start-ups sammelten insgesamt eine Milliarde Dollar Investorengelder ein. Im Durchschnitt waren das zwei Millionen Dollar pro Firma. Darunter sind einige Unternehmen, die zweistellige Millionenbeträge akquiriert haben.

Bis zu zehn Prozent Equity für Techstar

Die Ausbildung der Start-ups und den Zugriff auf ein Netzwerk von mehr als 3000 Personen lässt sich Techstars mit Unternehmensanteilen bezahlen. Die Start-ups müssen für die teilnahme an dem viermonatigen Acceleratorprogramm zwischen sieben und zehn Prozent Equity an Techstars abtreten.

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