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Getty und EyeEm: Mit iPhone-Fotos Geld verdienen

7. Oktober 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

screen3Geschäftsmodelle für Smartphone-Fotografen waren bislang rar. Das ändert sich mit der Kooperation zwischen der Fotoplattform EyeEm und der Bildagentur Getty. Bereits 5000 EyeEm-Fotografen vermarkten ihre Bilder auf Getty. Dort werden 100.000 EyeEm-Fotos Kunden in aller Welt angeboten. Wird eines von ihnen verkauft, teilen sich EyeEm und der Fotograf das Honorar 50/50. Ein EyeEm-Sprecher bestätigte entsprechende Informationen des Onlineportals Forbes.

Tags sind die neuen Fotoalben

Auf EyeEm veröffentlichen Nutzer Fotos, die sie mit ihrer Smartphone-Kamera geschossen haben. Sie versehen sie mit Schlüsselwörtern (Tags) und stellen sie damit in thematische Alben, wo sie von anderen Nutzern betrachtet, kommentiert und bewertet werden können. Nutzer haben die Möglichkeit, sich gegenseitig zu folgen und dann in ihrem persönlichen Nachrichtenstrom in Echtzeit mitzuverfolgen, was der abonnierte Fotograf auf die Plattform lädt.

Über 10 Millionen Downloads

EyeEm wächst schnell: Die 2011 gegründete Online-Plattform hatte im Januar 2013 eine Million Nutzer. Inzwischen sind es zehn Millionen, ohne dass EyeEm nennenswerte Beträge für das Marketing ausgegeben hätte. Um weiter schnell expandieren zu können, wurde zuletzt ein Büro in San Francisco eröffnet. Der US-Markt ist einer der am schnellsten wachsenden EyeEm-;ärkte.

Der Schutz der Fotografenrechte wird bei EyeEm im Gegensatz zu manchen anderen Plattformen geachtet: Kein Bild wird von der Plattform gegen den Willen eines Fotografen verkauft. Im Gegenteil: Der Fotograf bietet es ausdrücklich zur Veröffentlichung an und behält bis zu diesem Zeitpunkt alle Nutzungsrechte.

 Rechte-Klärung vor Getty-Upload

Fotografen dürfen allerdings nur Bilder mit geklärten Rechten anbieten: Sie versichern in einem Onlineformular, dass sie das Recht hatten, am Ort der Aufnahme zu fotografieren (Property Release) und dass die fotografierte Person mit der Veröffentlichung und Nutzung einverstanden ist (Model-Release).

EyeEm bringt damit eine neue Qualität in die Fotografie in sozialen Online-Netzwerken, die sich in der Vergangenheit wenig um die Persönlichkeitsrechte der fotografierten Personen und die Rechte der Fotografen scherte.

 Neue Generation von Fotografen

EyeEm-Fotografen haben oft eine besondere Sicht auf die Welt und entstammen einer neuen Generation von Fotografen: Unter ihnen sind viele Menschen, die mit dem Smartphone die Fotografie entdeckt haben. Die Grenze zwischen Profis und Amateuren verschwindet bei ihren Aufnahmen zusehend. „Unsere Community betrachtet die Welt um uns herum häufig aus einer ganz besonderen, unerwarteten Perspektive. Das inspiriert ihre Fotos und hebt EyeEm-Bilder von anderem Bildmaterial ab“, erklärt Florian Meissner, CEO von EyeEm.

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