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Die Welt der Berliner Start-ups

EatFirst – Mittagessen in 15 Minuten

30. September 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

Torben Schulz 2Ein Burrito mit Schweinezupfbraten und Graupen oder ein vegetarisches Thai-Curry mit gebratenen Auberginen, Cashews und Pilzen – das stand vergangenen Freitag bei EatFirst in London auf der Speisekarte. Die Start-up-Fabrik Rocket Internet hat sich vorgenommen, diesen Lieferdienst nach Berlin zu bringen. Heute (30.September) geht die Plattform live. Von 11.30 Uhr an werden Bestellungen angenommen (www.eatfirst.de).

EatFirst verspricht frisches Mittagessen in 15 Minuten. Das Besondere: Der Kurier fährt mit der zubereiteten Speise los, bevor der Kunde sie bestellt.

EatFirst in London gestartet

Eat First startete Ende August 2014 in der Londoner Innenstadt mit dem gleichen Konzept. Gründer Rahul Parekh, ein frühere Investmentbanker, wollte einen schnellen Dienst für bezahlbares Qualitätsessen anbieten. Kunden können aus einem täglich wechselnden Angebot von zwei unterschiedlichen Mahlzeiten wählen und bestellen per iPhone-App oder über die Website.

Die Gerichte, die in London sieben Pfund (neun Euro) kosten, werden von Profis frisch zubereitet. Sie sind zur Lunchzeit zwischen 11.30 und 14 Uhr lieferbar. Der Kunde wird per Telefon über die Ankunft des Kuriers informiert und übernimmt sein Lunchpaket am Bordstein und bezahlt bargeldlos.

Mittagessen in Mitte und Kreuzberg

Das Gründerteam bringt dieses Konzept jetzt nach Berlin. Professionelle Köche bereiten das Essen in einer Küche an der Oranienstraße (Kreuzberg) zu. Bestellt wird auf der Website zu einem Kampfpreis von sieben Euro inklusive Lieferung. In Berlin beliefert EatFirst zunächst weite Teile des Bezirks Mitte ungefähr bis zur Torstraße sowie Teile von Tiergarten und Kreuzberg.

„Wenn man in Berlin ein Mittagessen bestellt, hat man derzeit die Wahl zwischen einer schnellen Lieferung und mangelnder Qualität oder aber gutem Essen mit langen Wartezeiten“, sagt Mitgründer Torben Schulz (Foto). „Die meisten Berufstätigen haben nicht die Zeit, lange auf ihr Mittagessen zu warten, geschweige denn selber zu kochen. Wir sind der Überzeugung, dass eine ausgewogene Ernährung nicht von der verfügbaren Zeit abhängen sollte.”

Logistik und Kochkunst

EatFirst kombiniert Logistik und Kochkunst. Der Aufwand in der Küche bleibt durch die Konzentration auf zwei Gerichte und einen Angebotszeitraum von zweieinhalb Stunden überschaubar. Die Kuriere fahren nach einem ausgetüftelten Algorithmus mit dem Essen los und erhalten erst unterwegs die genaue Lieferadresse. Der Besteller holt sein Essen an der Bordsteinkante ab. Nur so kann Eat First die kurzen Lieferfrist einhalten.

Natürlich bleibe da mal etwas übrig, heißt es bei Eat First. Aber solche Essen werden dann an Bedürftige gespendet.

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