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Die Welt der Berliner Start-ups

Rebelle – Erfolg mit Edel-Second-Hand

29. September 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

Rebelle-Cecile-Gaulke-Accessoires-1_smallZum Gründen ist die gebürtige Berlinerin Cécile Gaulke (Foto) nach Hamburg gegangen. Die Arbeitsatmosphäre sei dort besser, sagt sie. Ernsthafter. Der Erfolg scheint ihr Recht zu geben. Ihre Plattform Rebelle für Second-Hand-Designer-Mode und Accessoires hat Ende August den Mitbewerber Glamloop geschluckt und sich dadurch zur Marktführerschaft katapultiert.

Rebelle wächst schnell, anscheinend gibt es einen Markt für Edel-Second-Hand: Das auf 30 Mitarbeiter gewachsene Unternehmen hat sein Lager in einem alten Speichergebäude gerade auf 1000 Quadratmeter erweitert. Mehr als 13.000 Artikel sind auf der Plattform gelistet. Mittlerweile wird die Ware in 25 Länder verschickt.

Millioneninvestment für Rebelle

Im März 2014 hatte Rebelle eine Investitionsrunde über einen mittleren siebenstelligen Betrag abgeschlossen. Der halbstaatliche Hightech-Gründerfonds (HTGF) und eine Beteiligungsgesellschaft steckten ein paar Millionen in das Online-Handelshaus. Der genaue Betrag ist unbekannt.

Rebelle wurde im März 2013 von Cécile Gaulke und Max Laurent Schönemann zusammen mit dem Hamburger Company Builder Hanse Ventures gegründet und Ende August 2013 gelauncht.

Concierge-Service

Rebelle nimmt nur gut erhaltene Artikel an – Stücke mit fehlenden Knöpfen, Brand- oder Mottenlöchern haben keine Chance. Angebotene Kleidungsstücke werden in vier Kategorien eingeteilt: ungetragen, sehr gut erhalten, mit Gebrauchsspuren und getragen. Anbieter können selbst verkaufen oder den kompletten Concierge-Service nutzen, bei dem die Kleidungsstücke einfach in einer Box eingeschickt werden. Rebelle übernimmt dann gegen eine Gebühr die Präsentation auf der Website.

Anders als eBay

Insofern unterscheidet sich Rebelle von Onlineportalen wie eBay, wo ebenfalls Gebrauchtes verkauft wird. „Unser Sortiment ist kuratiert“, sagt Cécile Gaulke. In dem Onlineshop finden sich nur ausgewählte und geprüfte Artikel.

Das Second-Hand-Geschäft mit Designerware kann lukrativ sein. Ein Stück mit einem Neupreis von 1000 Euro könne durchaus 300 bis 400 Euro im Sesond-Hand-Verkauf erzielen, sagt Gaulke. 70 bis 80 Prozent davon erhält die Verkäuferin. „Dabei kommt es immer darauf an, wie up-to-date Schnitt und Frabe sind“, sagt Cécile Gaulke.

Am besten lassen sich namhafte Designer vermarkten, deren Kreationen wertbeständiger sind. Klassiker sind Taschen von Louis Vuitton, wie Gaulke sagt. Trotz oder wegen einer gewissen Patina erzielen sie auch als Gebrauchtwaren gute Preise.

Kooperation mit Second-Hand-Läden

Dieser Tage war Cécile Gaulke mal wieder in Berlin: Gespräche mit den Berliner Offline-Partnern des Unternehmens standen an. Rebelle bietet ausgewählten Second-Hand-Läden die eigene Plattform zum Verkauf ihrer Produkte an: Secondo und Macyz an der Charlottenburger Mommsenstraße etwa oder das Isobel Gowdie und Das Neue Schwarz aus Mitte. „Wir bieten den Shops die Möglichkeit, eine größere Zielgruppe anzusprechen“, sagt Cécile Gaulke. Ferner können die Shops mit Hilfe eines Kassensystems ihr Angebot digitalisieren.

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