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Wie Pinterest in Deutschland wachsen will

14. September 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

Pinterest_Jan Honsel_Country Manager DACHPinterest, die Online-Pinnwand für Fotos und Links, will in Deutschland wachsen. Das neue Team um den Medienprofi Jan Honsel (Foto) hat eine Reihe Konzepte entwickelt, um neue Nutzer zu gewinnen und alte zum intensiveren Pinnen zu motivieren.

Pinterest-Nutzer heften Fotos, die sie im Netz entdecken, an digitale Pinnwände und teilen sie mit anderen Nutzern. Sie können Nutzern mit ähnlichen Interessen wie beim Kurznachrichtendienst Twitter folgen.

Pinterest verdoppelt Nutzerzahl

Wie die meisten Internet-Unternehmen hält sich auch Pinterest bei Nutzerzahlen für Deutschland zurück. Absolute Angaben sind überhaupt nicht zu erfahren. Es ist allerdings von einem Faktor zwei die Rede: Die Zahl der Nutzer habe sich binnen eines Jahres verdoppelt, heißt es in der provisorischen Deutschlandzentrale, die Pinterest in einem Prenzlberger Coworking-Büro eröffnet hat. Insbesondere die letzten Wochen seien sehr positv verlaufen, sagt Honsel. Nach einem Ziel gefragt, will er mit Pinterest in Deutschland „zeitnah“ Nummer zwei bei der sozialen Netzwerken werden – nach Facebook und vor Twitter.

Einer der strategischen Schwerpunkte soll sein, mehr Männer für Pinterest zu begeistern. Denn in der Vergangenheit haben vor allem Frauen Gefallen am Pinnen der bunten Bildchen gefunden – Sie machen deutlich mehr als 50 Prozent der Nutzerschaft aus.

Ferner will Honsel die Aktivität von Marken auf Pinterest steigern. Und da hat er es ganz besondere auf Medien abgesehen, die auf der Plattform mit zehn Prozent aller Pins bislang nur eine untergeordnete Rolle spielen. Hier strebt Honsel Partnerschaften an. Pinterest sei ein neuer Kanal, um Nachrichtenportalen Besucher zuzuführen.

Monetarisierung in 36 Monaten

Eine Monetarisierungsstrategie verfolgt Pinterest derzeit noch nicht. Das könnte sich in den nächsten 18 bis 36 Monaten aber ändern. Wie zu hören ist, laufen in den USA erste Tests mit Werbekunden. Dabei werden ähnlich wie bei Facebook und Twitter bezahlte Nachrichten gesendet. Die Nutzung der Plattform soll hingegen kostenfrei bleiben.

Pinterest ändert sich schnell. Zuletzt hatte die Entdecker-Plattform eine Chatfunktion erhalten. Damit können sich Nutzer wie bei WhatsApp Pins zusenden und sich mit anderen Nutzern über die Pins austauschen.

Ben Silbermann, Evan Sharp and Paul Sciarra gründeten Pinterest im März 2010. Das in den USA angesiedelte Unternehmen hat mehr als 57.4 Millionen monatlich aktive Nutzer weltweit. Ihre Zahl hat sich innerhalb des Jahres 2013 verdoppelt. Besonders der mobile Bereich wächst stetig, allein in Deutschland 185 Prozent im vergangenen Jahr.

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