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Die Welt der Berliner Start-ups

Startups feiern ihre Lange Nacht

6. September 2014 · Keine Kommentare · Allgemein
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Ankur Jain, Co-Founder und CEO von Humin, bei der Langen Nacht der Startups ©Jürgen Stüber

Lange Nacht der Startups im Ludwig-Erhard-Haus und in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin. Mehr als 100 Startups präsentieren ihre Projekte und die Telekom stellt ihre neuen Partner-Startups Humin und Disconnect vor. Diese Dienste sollen Telekom-Kunden in Kürze zur Verfügung stehen.

Aus dem WhatsApp-Trauma lernen

Telekom-Vorstand und Deutschlandchef Niek Jan van Damme unterstrich die Bedeutung der Startups für seinen Konzern. „Wir können nicht alles selbst machen“, sagte van Damme. Als Beispiel nannte er im Gespräch mit Journalisten den von der Deutschen Telekom verkannten Siegeszug der Nachrichten-App WhatsApp, die das Geschäft der Telekom mit SMS-Kurznachrichten nachhaltig beschädigte. „Wir haben aus einer Reihe solcher Erfahrungen unsere Lehren gezogen“, sagte der Telekom-Vorstand. Als herausragende Aufgabe bezeichnete er, die richtigen Partner zu finden.

Der Konzern bringe 140 Millionen mobile Kunden in dieses Geschäft ein, 30 Millionen Festnetz- und 70 Millionen Internetnutzer. Dieses Potenzial könnten die Partner aus der Startup-Szene nutzen.

 Disconnect schützt die Privatsphäre

Das Start-up Disconnect will die Privatsphäre von Internetnutzern schützen und verhindert das Mitschneiden von Internetaktivitäten durch Unternehmen und staatliche Stellen. Die Software unterbindet das Verfolgen von Seiten durch Marketingfirmen sowie das Auslesen von personenbezogenen Daten. Disconnect verspricht ferner Schutz vor Malware und Identitätsdiebstahl. Wie Gründer Gus Warren sagte, ist durch Disconnect auch schnelleres Surfen möglich, weil Trecking-Anfragen ausgeblendet werden und deshalb mehr Bandbreite zur Verfügung steht. Ehemalige Google-Ingenieure gründeten die Firma 2011 und entwickelten die Privatsphäre- und Sicherheitssoftware.

Humin erfindet das Adressbuch neu

Humin ist ein Ersatz für die Adressbuch-App auf dem iPhone. „Wir wollen Smartphones smarter machen“, sagt Ankur Jain, Co-Founder und CEO von Humin. Das Adressbuch sei die einzige Funktion im Mobiltelefons, die sich seit dessen Erfindung nicht verändert habe. Niemand habe das Problem gelöst, dass Kontakte ohne jede Gewichtung von A bis Z sortiert würden.

Mit Humin lassen sich dagegen Kontakte nach ihrer Bedeutung für den Menschen verwalten und nicht anhand ihrer Reihenfolge im Alphabet. Humin merkt sich den Ort und die Gelegenheit, wo ein Nutzer jemanden kennengelernt oder das letzte Mal getroffen hat. „Denn oft wissen wir genau, wo wir jemanden kennen gelernt haben, aber sein Name fällt uns nicht ein“, sagt Jain. Über eine Verbindung mit Facebook werden gemeinsame Bekannte angezeigt. Wenn ein Nutzer eine andere Stadt besucht, erscheinen seine lokalen Kontakte oben.

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