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Die Welt der Berliner Start-ups

Monoqi wird Plattform für Design-Händler

6. September 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

K-MB_MONOQI_Visual_2Die Online-Plattform Monoqi versteht sich seit 2012 als Marktplatz für außergewöhnliches Wohnungsdesign. Täglich konnten weltweit 600.000 Nutzer eine Auswahl handverlesener Produkte von insgesamt 4000 Designern neu entdecken und kaufen. Um diese für die Kunden aufzustöbern, war Monoqi auf Messen unterwegs, schickte Scouts in die Einkaufsstraßen der angesagten Metropolen und durchforstete soziale Netzwerke nach neuen Trends.

Dass der Online-Einzelhandel mit Lifestyle-Produkten ein hartes Brot ist, musste auch Monoqi spüren. Das Unternehmen ist nicht so schnell gewachsen wie geplant und hat die in einem Interview mit dem Branchenblog Gründerszene für Ende 2013 angepeilte Nutzerzahl von einer Million deutlich verfehlt. Aber anscheinend steht es deutlich besser da als der einstige Branchenprimus Fab, der sich von einer zur anderen Entlassungswelle hangelt.

Monoqi defragmentiert den Markt

Vor diesem Hintergrund will Monoqi einen weiteren Vertriebskanal öffnen und startet dazu als Großhandels-Plattform durch (www.monoqibusiness.com). „Wir wollen Händler und Designer auf Monoqi zusammenbringen“, sagt Gründer Simon Fabich. Der Markt sei zwar riesig, aber extrem fragmentiert. Eine seiner Chancen sieht Monoqi darin, einen direkten Kontakt zwischen Produzenten und Verkäufern herzustellen, der auf jeden Zwischenhandel verzichtet und dadurch beiden Parteien höhere Margen beschert.

Das bisherige Einzelhandels-Modell habe sich bewährt und solle deshalb auch weiterlaufen, betont Fabich. Als Beleg dafür nennt er die Akzeptanz des Newsletters. Er werde täglich von einem Viertel der Abonnenten geöffnet, um sich inspirieren zu lassen. Dies sei eine wichtige Grundlage für dem Aufbau von Monoqi Business.

Kennzahlen für einzelne Produkte

Ausgewählte Händler sollen von einem ständig verfügbaren Pool an kuratierten Designprodukten profitieren, die zuvor ausgiebig auf der Konsumenten-Plattform von Monoqi auf ihre Marktfähigkeit getestet wurden. Händler können die erforderlichen Kennzahlen an einem Datenmonitor ablesen, den „Monoqi Insights“. Darin werden Werte zur Produktleistung wie Umsatzpotenzial, Popularität, Saisonalität und demografische Daten der Käufer in Form eines Dashboards zur Verfügung gestellt. Das soll sie bei der zielgruppenrelevanten Auswahl ihres Angebotes unterstützen und Bestellungen optimieren. Der komplette Handelsprozess von der Auftragsverfolgung, der Rechnungsstellung bis hin zur Zahlungsabwicklung soll online abgewickelt werden.

Mehr als 100 Marken hätten sich bereits für Monoqi Business entschieden, darunter die Designunternehmen Seletti und Bang & Olufsen, sagt Fabich. Alle Produkte der Play-Linie von B&O könnten auf der Plattform bestellt werden.

Nach einer ersten Finanzierungsrunde mit Hasso-Plattner-Ventures schloss das Berliner Unternehmen im Dezember 2012 eine Finanzierungsrunde mit dem Verlagshaus Condé Nast (Vogue, Glamour, GQ) ab. Für beide Runden wurden keine Summen kommuniziert. Allerdings wurde bekannt, dass Condé Nast damals 26 Prozent der Unternehmensanteile erworben hat. Darüber hinaus sind an Monoqi neben Angel-Investor Christophe Maire unter anderem Dario Suter (Factory, StudiVZ) und Jochen Gutbrod (Ex-Holtzbrinck) beteiligt. Monoqi hat nach eigenen Angaben 70 Mitarbeiter.

Weitere Texte: Monoqi gewinnt Conde Nast als Partner

 

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