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Die Welt der Berliner Start-ups

EyeEm – Die Berliner Antwort auf Instagram

10. August 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

EyeZoom_low_qualityDie Berliner Fotoplattform EyeEm hat in letzter Zeit vieles richtig gemacht: Sie hat sich global aufgestellt, renommiertes Personal verpflichtet, ein Geschäftsmodell präsentiert und immer wieder die eigene Plattform optimiert.

Das Start-up hat in der vergangenen Woche ein Update seiner iPhone- und iPad-Apps veröffentlicht. Das brachte EyeEm lobende Erwähnungen durch Apple  in der Liste der besten neuen Apps ein – übrigens weit vor der Empfehlungsplattform Foursquare, der Online-Stilberatung Outfittery und dem Aufgabenplaner Wunderlist.

Die Kreuzberger präsentierten auch eine Reihe neuer Kooperationen, die bei EyeEm Missionen genannt werden. Dabei handelt es sich um befristete gemeinsame Foto-Events mit Marken. Nutzer werden aufgefordert, mit ihren Smartphones Fotos zu einem vorgegebenen Thema zu schießen und können dabei Preise gewinnen.

Aktuelle Partner sind Foursquare und die Huffington Post. Bei der Foursquare-Mission werden die Nutzer aufgefordert, Situationen zu fotografieren, wo sie ausgehen. Bei der Huffpo-Mission sollen Fotografen abbilden, was Frieden für sie bedeutet.

Die Partnerschaft von EyeEm und Foursquare ist besonders interessant, denn beide Start-ups folgen dem gleichen Mindset: weg vom Social Graph. Und damit weg von der Facebook- und Instagram-Philosophie, die das Like über die Relevanz setzt. Beide Apps empfehlen Content, der interessiert: EyeEm Bilder zu einem Thema (Tag), Foursquare Tipps für gutes Essen. Der Urheber tritt in den Hintergrund.

EyeZoom – Details mit einem Tap

Mit dem jüngsten Update seiner iPhone- und iPad-App hat EyeEm ein Defizit früherer Versionen  behoben. Jetzt besteht mit der neuen Funktion EyeZoom die Möglichkeit, Bilddetails zu vergrößern. Ein Tap auf das Bild öffnet den Ausschnitt im Vollformat und gibt dem Betrachter die Möglichkeit, sich Einzelheiten des Bildes genauer anzusehen.

Getty vermarktet EyeEm-Bilder

In den nächsten Wochen will EyeEm erste Zahlen über seine Anfang des Jahres begonnene Kooperation mit der Fotodatenbank Getty bekannt geben. Fotografen können ihre EyeEm-Bilder über Getty vermarkten und damit Geld verdienen. Für Getty öffnet sich durch EyeEm der neue Markt der mobilen Fotografie. Allerdings müssen Fotografen dabei ein hürdenreiches Rechte-Management bewältigen, das manchen abschrecken mag.

Übrigens respektiert EyeEm – anders als viele digitale Fotoplattformen – die Rechte seiner Fotografen, die selbst über die Nutzung ihrer Bilder entscheiden können.

Wie EyeEm funktioniert

EyeEm ist eine Gemeinschaft von Mobilfotografen und Fotointeressierten. Bilder der Smartphonekamera werden auf die Plattform hochgeladen, mit Begriffen katalogisiert und damit digitalen Fotoalben zugeordnet. Das können Orte sein, aber auch Themen.

Damit das nicht zu unübersichtlich wird, können bis zu vier Themen-Tags und ein Geo-Tag vergeben werden. Darüber hinaus können Bildtexte frei gewählt werden. Ferner gibt es wie bei vielen anderen Fotoplattformen auch die Möglichkeit, Bilder mit Filtern und Rahmen zu verfremden.

Nutzer der Plattform folgen ausgewählten Fotografen und sehen dann diese Bilder in ihrem persönlichen Fotostream. Ferner können sie Alben folgen – also fotografischen Themen, für die sie sich interessieren. Nutzer haben die Möglichkeit, Bilder zu liken und zu kommentieren.

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