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Die Welt der Berliner Start-ups

Number26 erhält zwei Millionen Euro für Banking-App

19. Juni 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

Number26-ActivitiesMit einem Seed-Investment in Höhe von zwei Millionen Euro geht die Banking-App Number26 an den Start. Die Wagniskapitalunternehmen Earlybird und Redalpine sind die Investoren. Beteiligt sind auch Axel Springer Plug and Play sowie Business Angel, wie das Startup mitteilt.

Number26 wurde im Februar 2013 von Valentin Stalf (28) und Maximilian Tayenthal (33) gegründet und beschäftigt derzeit elf Mitarbeiter in Berlin. Angefangen haben die beiden Unternehmer mit Papayer, einer Onlineplattform zur Verwaltung einer Prepaid-Masterkarte für Jugendliche und deren Eltern. Jugendliche lernen mit der App den Umgang mit „Plastikgeld“ und behalten die Kontrolle über ihre Ausgaben. Eltern sehen, wo ihre Kinder das Taschengeld ausgeben.

Girokonto neu erfunden

„Wir haben festgestellt, dass Erwchsene die ursprünglich für Jugendliche konzipierte App selbst verwenden und gesehen, dass es hier einen Bedarf gibt“, erläutert Maximilian Tayenthal die Neuausrichtung des Unternehmens. Deshalb haben die beiden Gründer Number26 entwickelt, ein App-gesteuertes Girokonto. Eine MasterCard ist inklusive. Alles soll kostenfrei und ohne Gebühren sein. Auch diese App soll alle Ausgaben in Echtzeit mit Hilfe selbstlernender Statistiken darstellen.

Die Gründer wollen wie viele Startups im Finanzsektor das Banking neu erfinden und vor allem transparenter machen. „ Online Banking sieht meist aus wie aus den 90ern, mobile Apps gibt es teilweise gar nicht und es werden versteckte Gebühren verrechnet“, sagt  Maximilian Tayenthal. Papayer zeigte bereits, in welche Richtung dieser Trend geht.

Number26 ist mobiles Girokonto

Neben den Grundfunktionen eines Kontos  wie Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften fokussiert sich Number26 auf den mobilen Zugriff durch die Kunden. So kann die Karte mit nur einem Klick in der mobilen App gesperrt und entsperrt werden. Für jeden Umsatz wird eine Mitteilung aufs Handy gesendet.

„Überweisungen werden endlich ganz einfach, Geld kann mit einem Klick an Freunde aus dem Adressbuch gesendet werden zum Beispiel via E-Mail, Facebook oder SMS.“ sagt Christian Nagel, Partner von Earlybird.

Weltweit kostenfrei Geld abheben

Kunden können weltweit gebührenfrei Geld abheben, weitere Gebühren bei der Benutzung des Kontos fallen nicht an. „Die Kostenvorteile durch den Entfall des Filialnetzes werden direkt an die Kunden weitergegeben“, versichern die Gründer.

Die Konten werden gemeinsam mit einer deutschen Partnerbank angeboten, die Mitglied des Einlagensicherungsfonds ist. Den Namen des Instituts will das Startup später bekannt geben. Die App befindet sich momentan in einer geschlossenen Beta-Testphase. Der Launch ist für September 2014 geplant.

Das Geheimnis des Namens

Und der Name? Der Begriff Number soll auf die Zahlenaffinität des des Produkts hinweisen. 26 sei die Anzahl der Steine eines Rubiks Cube (Zauberwürfel). „Dieser ist auf den ersten Blick extrem schwer zu lösen, doch ganz einfach, wenn man die richtige Strategie kennt. Wir wollen zum Ausdruck bringen, dass wir etwas unnötig kompliziertes wie Banking ganz einfach machen“, erläutert Tayenthal. Zufälligerweise stimme die Nummer auch mit der Adresse überein (Unter den Linden 26).

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