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Die Welt der Berliner Start-ups

Wie T-Ventures mit Security größter VC werden will

18. Juni 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

Die Deutsche Telekom will „Steckerleiste“ sein, an die Partner des Konzerns ihre Softwarelösungen andocken können. Das sagte Tim Hoettges, CEO des Unternehmens, bei den T-Venture Open (#tvo14) in Berlin, einer Veranstaltung des Wagniskapitalarms des Konzerns. „Steckerleiste“ im Sinne eines barrierefreien Zugangs zu dem Konzern und seinem Netzwerk war denn auch das  Buzzword beim #tvo14. Egal in welchem Land sie arbeiten und welche Lösung sie anbieten, die Partner der Telekom sollen die 145 Millionen Kunden des Unternehmens einfach erreichen können.

Hoettges sieht für die Zukunft seines Telekommunikations-Unternehmens mehrere Investitionsfelder – vor allem im Milliardenmarkt Cyber-Security. Als weitere Themen identifizierte er virtuelle Währungen, Hardware-Erfindungen wie Drohnen und Gesundheitsvorsorge. „Angriffe werden nicht aufhören“, sagte Hoettges und verwies auf die explosionsartig steigende Zahl drahtloser Internetgeräte beispielsweise in vernetzten Wohnungen.

T-Venture investiert 450 Millionen Euro

Mit mehr als 50 Investments seit 2009 und den meisten Portfolio-Exits ist T-Venture unter den Telekommunikationsunternehmen der aktivste Corporate Venture Capital Fonds weltweit. Dies geht aus einer Auswertung von CB Insights, einer Venture Capital Datenbank, hervor. Zurzeit investiert T-Venture aus einem Fonds mit einem Investitionsvolumen von 450 Millionen Euro. Das gesamte Finanzvolumen (Capital under management) beträgt seit 1997 mehr als eine Milliarde Euro.

Seit der Gründung im Jahr 1997 wurden insgesamt mehr als 200 Beteiligungen  eingegangen. Dabei handelte es sich vorwiegend um Minderheitsbeteiligungen. Aktuell managt T-Venture ein Portfolio mit rund 100 Unternehmensbeteiligungen aus den Bereichen Core Telco, Digital Services und IT & Intelligent Networks. Im Jahr 2013 wurden insgesamt 18 Investments getätigt.

Startprobleme im Silicon Valley

T-Venture will nicht nur weltweit Nummer sieben unter den Corporate VC sein, sondern  nun auch der größte Wagniskapitalgeber in Europa werden, sagte Hoettges. Er wollte nicht ausschließen, dass sein Unternehmen künftig mehr Geld auf diesem Gebiet ausgibt. Allerdings sei der vorhandene Fonds noch nicht ausgeschöpft.

Auch im Silicon Valley würde das Unternehmen als Investor gerne stärker in Erscheinung treten, was nicht einfach für ein ausländisches Unternehmen ist – zumal für einen Telekommunikationsanbieter. „Momentan ist viel Geld im Markt“, beschreibt Hoettges die Lage im Valley. „An die interessanten A- bis C-Runden kommen wir nicht dran.“

Investitionsrunden im Silicon Valley gehen meist geräuschlos über die Bühne, wie John Hering, Mitgründer von Lookout, einem Mobile Security Unternehmen aus dem Portfolio von T-Venture, erzählt. Und das ist ein Problem für Wagniskapitalgeber, die dort Fuß fassen wollen. „[Der damalige Telekom-Chef] René Obermann kam vorbei und wir sprachen über unsere Visionen. Am Ende des Gesprächs war das Investment unter Dach und Fach“, berichtet der Unternehmer.

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