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Polizei im 24-Stunden-Twitter-Einsatz

6. Juni 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

Die Polizei Berlin twittert am Freitag  24 Stunden live aus der Einsatzzentrale und lässt Nutzer des Kurznachrichtendienstes auf diese Weise an rund 2500 Einsatzfahrten teilnehmen.Schon kurios, was da so passiert:

„Neben unserem Anliegen, allen Interessierten zu zeigen, was aus polizeilicher Sicht in der Stadt so passiert, wollen wir auch um Auszubildende werben und für die anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeit bei der Polizei begeistern“, begründet die Polizei die Aktion in einer Mitteilung.

Die Berliner Polizei betreibt für bestimmte Anlässe das Twitter-Konto @PolizeiBerlin_E .  Mehr als 200 Tweets wurden bislang gesendet, mehr als  5000 Personen folgen den Nachrichten. Zuletzt twitterte die Berliner Polizei anlässlich des Pokalendspiels am Sonnabend, 17. Mai, im Berliner Olympiastadion.

Ferner gibt es den offiziellen und von Twitter verifizierten Feed @polizeiberlin, unter dem Nachrichten und Fahndungsaufrufe getwittert werden sowie inoffizielle Feeds wie @berlinpolice, die Polizeimeldungen verbreiten.

Anders als ihre Kollegen in vielen US-Städten, nutzen die Berliner Polizisten Twitter nicht für den Ernstfall. „Keine Notrufe – Keine Anzeigen – Kein 24/7 Monitoring – In Notfällen 110 wählen“, heißt es deshalb auf den Twitter-Startseiten.

Es gab ernste Einsätze wie diesen …

und andere, bei denen man sich fragt, wozu sonst noch die Polizei zuständig ist, wie diesen:

Die Einsatzzentrale der Polizei ist mit der Sonderaktion dennoch anderen Behörden oder behördenähnlichen Unternehmen weit voraus. Beispiel BVG. Das Verkehrsunternehmen nimmt soziale Netzwerke überhaupt nicht zur Kenntnis und informiert Nachrichtenredaktionen per E-Mail über Störungen. Offizielle Twitter- oder Facebook-Accounts gibt es nicht.

Im Gegenteil: Die BVG überlässt die Nutzung des Nachrichtenkanals Twitter ihren Fans zum Beispiel unter @BVG_Ubahn oder @BVG_Tram. Auf der Startseite heißt es, hier gebe es Störungsmeldungen „von Twitterern für Twitterer“. Wer auch immer die Autoren sein mögen, ihre Tweets sind kompetent, verbraucherfreundlich und von Sachkentnis geprägt.

Auch Facebook scheint für die BVG nicht zu existieren. Es gibt zwar eine Fan-Seite, doch die wurde mit Wikipedia-Inhalten von einem Automaten generiert. Die Seite Verkehrsmeldungen scheint ähnlich wie die Twitter-Feeds von Freunden des Unternehmens zu stammen. Auf der Facebook-Seite „BVG Omnibus Betriebshof Indira-Gandhi-Straße“ tummeln sich Fans und unzufriedene Kunden. Und der Facebook-Seitentitel „M29 – Der Bus der Hölle“ spricht für sich selbst.

 

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