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Die Welt der Berliner Start-ups

Berlins kreative Vielfalt in Gefahr

3. Juni 2014 · Keine Kommentare · Allgemein
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Bei Startup-Events wie dem Tech Open Air im August 2013 zeigt sich die kulturelle Vielfalt von Berlin. ©Jürgen Stüber

Die Internationalität der Stadt, die kulturelle Vielfalt und die geringen Lebenshaltungskosten sind die Magnete, die Berlin zu einer der führenden Startup-Metropolen in Europa machten. Diese Faktoren machten die Stadt für junge Leute aus vielen Ländern attraktiv. Sie kamen nach Berlin, um hier zu leben, zu feiern und zu arbeiten. Damit könnte es schnell vorbei sein, warnt die Industrie- und Handelskammer (IHK). Zieht die Karawane weiter?

Die „stetig steigenden Lebenshaltungskosten und die im Verhältnis zu anderen Wirtschaftsbranchen geringen Löhne“ werden in einer Studie des Wirtschaftsverbandes als Gründe genannt. Weiter warnt die Studie: „So darf bei niedrigen Löhnen und immer höheren Lebenshaltungskosten die Anziehungskraft anderer Kreativstandorte gerade für die Generation über 30 nicht unterschätzt werden.“

Appell an die Berliner Politik

Die Hauptstadt sei nach wie vor ein attraktiver Standort für die Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft, schreiben die Autoren der Analyse. Das gelte „allerdings nicht mehr so uneingeschränkt wie noch vor wenigen Jahren“, heißt es in dem Papier. „Es bedarf jetzt eines vorausschauenden Handelns von Politik und Verwaltung im Schulterschluss mit den Unternehmern der Branche, egal ob übergeordnet oder spezifisch auf die einzelnen Teilbranchen ausgerichtet.“

Der IHK-Ausschuss „Creative Industries“ hat in 15 Arbeitsgruppen mit jeweils mindestens drei Vertretern der einzelnen Teilbranchen die SWOT-Analyse erstellt, um Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken aufzuzeigen und damit Politik und Verwaltung auf zukünftige Handlungsfelder hinzuweisen.

Clusterhaus in Budapest

Berlin ist umgeben von aufstrebenden Hubs. Die Konkurrenz ist groß, wie Aktivitäten von Unternehmen zeigen: Die Deutsche Telekom eröffnete einen Startup-Inkubator im polnischen Krakau. Das in Berlin ansässige Venture-Capital-Unternehmen Earlybird ist verstärkt in der Türkei und in osteuropäischen Ländern aktiv und hat kürzlich eigens dazu einen Frühphasenfonds aufgelegt. Und in Budapest lockt das neue Clusterhaus Startups mit günstigen Mieten für Büroräume an, „da die Stadt ein wichtiger wirtschaftlicher und sozialer Hotspot mit einem aufstrebenden Start-up-Ökosystem ist“, so die Betreiber des Hauses. Es solle als Gateway für die gesamten ungarischen Start-ups dienen.

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