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Die Welt der Berliner Start-ups

S3 Accelerator aus San Francisco in Berlin

29. April 2014 · Keine Kommentare · Allgemein

 

Axel Schultze stellt seinen S3-Accelerator vor ©Jürgen Stüber

Axel Schultze stellt seinen S3-Accelerator vor ©Jürgen Stüber

Axel Schultze gehört zu den Urgesteinen der Netzwirtschaft: 1983 gründet er in München den Technik-Großhändler Computer 2000, bringt ihn an die Börse, gründet später das Sicherheitsunternehmen Infinigate, dann in den USA den Software-Entwickler BlueRoads und zuletzt Society 3 (S 3) – eine Holding seiner unternehmerischen Aktivitäten.
Mit seinem neuen Start-up-Programm S3 Accelerator kehrt Schultze jetzt aus Kalifornien nach Deutschland zurück. Im Berliner Betahaus präsentierte er das Konzept. „Nachdem ich fünf Start-up-gegründet habe, zwei an die Börse brachte und eines zu mehr als fünf Milliarden US-Dollar Umsatz wuchs, habe ich mich entschlossen einen Accelerator zu gründen“, sagte Schultze. Er wolle junge Gründer an seinem Erfahrungsschatz teilhaben lassen.

Online-Workshops

„Ich will das Accelerator-Geschäft umkrempeln“, sagte der Unternehmer. 100 Start-ups will er im ersten Jahr beraten, 1000 im nächsten. Die Beratung durch Mentoren und Workshops erfolgen bei S3 in 90-minütigen Online-Seminaren. Das ist einer der beiden Unterschiede zu herkömmlichen Acceleratoren wie Hubraum oder Microsoft Ventures.
Der andere – und auch hier geht Schultze einen anderen Weg als der Großteil der Branche: Bei S3 müssen die Start-ups keine Unternehmensanteile für die Teilnahme am Accelerator abtreten. Sie bezahlen nur eine Gebühr. 1000 Dollar sind das für das achtwöchige „Traction Builder Program“ für junge Start-ups (mit anschließender zehnmonatiger Nutzung der S3-Infrastruktur).

Hauptthema im Accelerator: Traktion

Das erste dieser Programme soll im Juni in Kooperation mit dem Berliner Betahaus beginnen. Weitere folgen in Dreimonatsabständen. Gründer können sich auf der Website des Accelerators bewerben. Daran schließt sich ein Auswahlverfahren an.
Die Online-Seminare befassen sich mit der zentralen Frage, wie junge Unternehmen Traktion – und damit wachsende Nutzerzahlen – gewinnen können. Ferner geht es um Marketing und Unternehmensführung. Zum Abschluss der Programme präsentieren die Start-ups ihr Geschäftsmodelle Investoren.
S3 bietet einen weiteren Kursus für größere Start-ups an, die bereits mehr als fünf Millionen US-Dollar Umsatz machen und ein schnelleres Wachstum anstreben. Dieser Kursus kostet 16.000 US-Dollar und besteht – neben der Beratung durch Mentoren – aus Workshops in acht aufeinanderfolgenden Wochen.

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