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Die Welt der Berliner Start-ups

Relayr – Conrad wird Partner der Wunderbar

27. Februar 2014 · Keine Kommentare · Allgemein
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Sieht aus wie Schokolade, kann aber IoT: die neue Wunderbar

In den Bausatzabteilungen des Conrad-Elektronikmärkte werden die Regale bald voller. Dann gibt es dort neben Einplattencomputern mit Arduino– und Rasberry-Pi-Modulen auch die Wunderbar. Das Berliner Start-up Relayr hat für seinen seinen Entwicklerbausatz Wunderbar den Elektronikhändler als Vertriebspartner gefunden. Mit der Wunderbar und der dazu gehörenden Software können App-Entwickler Programme  für das Internet der Dinge (IoT, für Internet of Things) schreiben.

Die Module der Wunderbar sehen aus wie Schokoladenriegel. Unter der kakaofarbenen Hülle verbergen sich elektronische Schaltkreise von sechs unterschiedlichen Sensoren. Drei von ihnen messen die Temperatur, Helligkeit, Farbe, Feuchtigkeit und Bewegung in ihrer Umgebung. Der vierte ist mit einem Infrarot-Sensor ausgestattet und dient zur Steuerung von Heimelektronik-Geräten. Die Funktionen der beiden anderen werden noch festgelegt.

App zeigt, wenn Briefträger kommt

Die Sensoren verbinden sich über den neuen energiesparenden Bluetooth-Standard  Low Energy, der auch bei der neuen iBeacon-Technologie eingesetzt wird,  mit einem Smartphone-Mikroprozesser (ARM Cortex M). Er gehört ebenfalls zum Bausatz und überträgt die Informationen per Wifi-Schnittstelle ins Internet und an die Relayr-Software, mit der die App-Software programmiert wird.

Die Gründer werben mit einigen witzigen App-Vorschlägen für ihre Wunderbar. So könnte ein Regenwarner programmiert werden, der den Smartphone-Nutzer mit einer Push-Nachricht daran erinnert, einen Schirm mitzunehmen. Eine App könnte auch messen, wann die Zimmerpflanzen gegossen werden müssen. Eine dritte Idee ist die Post-Box-App. Sie zeigt mit Hilfe des Sensors auf dem Smartphone an, wenn der Briefträger einen Umschlag in den Kasten geworfen hat.

Software auch für Laien verständlich

Es soll auch möglich werden, Sensordaten zu teilen. So könnte beispielsweise eine App entwickelt werden, die Temperaturangaben rund um den Globus in Echtzeit anzeigt.

Die Software ist für Einsteiger konzipiert. Sie enthält einige fertige Demo-Apps für unterschiedliche IoT-Anwendungen. Einfache Programme lassen sich nach Angaben des Start-up innerhalb von einigen Minuten auch ohne große Programmierkenntnisse schreiben. Die Programmschnittstelle der Software ist offen, so dass jeder Anwendungen nach Belieben schreiben kann

Wunderbar ab Juni bei Conrad

Das Starter-Kit soll im Juni erhältlich sein. Geplant ist ein Preis von 199 Euro. „Conrad  wird die Produktionskette überprüfen und versuchen, ob wir den Preis noch senken können“, sagt Mitgründer Jackson Bond. Conrad besitze die exklusiven Produktions- und Vertriebsrechte.

Gründer des  Start-ups sind Harald Zapp,  Jackson Bond, Paul Hopton und  Michael Bommer. Zapp ist ein Ingenieur, der bereit in Fortran, der ersten Programmiersprache aus den 50er-Jahren, entwickelt hat. Bond ist Mitgründer der Design-Plattform Monoqi, war bei Xing und hat Spracherkennungssoftware entwickelt.

Zu Gast beim Hubraum-Accelerator

Das Start-up hat zur Zeit in den Räumen des Telekom-Accelerators hub:raum Unterkunft gefunden. Bei einer bis 3. März laufenden Crowdfunding-Kampagne haben die Gründer bereits mehr als 100.000 US-Dollar (73.000 Euro) eingesammelt. Zuletzt war das Start-up Teil des Startupbootcamp in Amsterdam.

 

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