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Die Welt der Berliner Start-ups

Bluetooth-Revolution iBeacon: Sensorberg erhält 750.000 Euro

23. Januar 2014 · Keine Kommentare · Allgemein
iBeacon-Sensoren von Sensorberg

iBeacon-Sensoren von Sensorberg

Wenn ein Start-up ein fast siebenstelliges Investment erhält, während es noch in einem Accelerator an seinem Projekt arbeitet, ist das etwas Besonderes. Sensorberg, eines von neun Teams des Microsoft Ventures Accelerators, ist das gelungen. Die Gründer erhalten von der Berlin Technologie Holding 750.000 Euro.

Sensorberg bietet Funksender-Technologie

Sensorberg nutzt die von Apple entwickelte iBeacon-Technologie. Die iBeacons sind kleine Funksender, etwas größer als eine Streicholzschachtel, die über den neuen Bluetooth-Standard 4.0 Informationen an mobile Geräte senden. Dadurch können Unternehmen mit ihren Kunden in Kontakt treten. Die neue Technologie funktioniert mit iOS7- und manchen Android-4.3-Geräten.

Neue Möglichkeiten fürs Marketing

Nähert sich ein aktiviertes Smartphone dem bis zu 30 Meter entfernten Sensor etwa in einem Laden, erhält das Telefon Informationen etwa über aktuelle Sonderangebote oder Bonus-Punkte. Direkt im Laden ergeben sich so für kleine Einzelhändler, mittelständische Dienstleister oder Großfilialen neue Möglichkeiten im ortsbasierten Marketing: Das Smartphone gewährt dem Kunden Einblicke in interaktive Produktsortimente, macht auf Sonderaktionen aufmerksam oder kreiert Anwendungsszenarien – von der Indoor Navigation und Authentifizierung, über die Heimautomation bis hin zum bargeldlosen Bezahlen mittels iBeacon-Mobile-Payment.

Auch andere Szenarien sind denkbar. Ein Beacon in einem Konferenzsaal könnte allen Teilnehmern eines Meetings die erforderlichen Dokumente auf das iPad senden. Oder ein Beacon in einer Arztpraxis könnte so programmiert werden, dass er wartenden Patienten kostenfreien Zugang zu Nachrichten-Apps bietet.

Software von Sensorberg für App-Anbieter

Sensorberg verkauft eine Software, die App-Anbieter in ihre Applikationen einbauen können. „Sie können dann sofort mit iBeacon starten“, sagen die Sensorberg-Gründer und -Geschäftsführer Alexander Oelling und Robert Peschke. App-Betreiber sind dann in der Lage, direkt von ihrem Bildschirm die Nachrichten an ihre Kunden zu senden.

Oelling und Peschke, die mit ihrem Team seit Sommer 2013 an dem Projekt arbeiten, verzeichnen eine „sehr große Nachfrage“ und erwarten  die ersten Anwendungen bereits in wenigen Monaten. „Fast jeder Smartphone-Nutzer trägt die Technologie bereits in seiner Hosentasche“, sagt der Gründer und verweist auf 400 Millionen Mobilgeräte mit iOS-Betriebssystem.

Der Nutzer muss nur die Bluetooth-Funktion seines Smartphones anschalten, und schon kann er die Technologie nutzen. „Die Batterielaufzeit wird nicht beeinträchtigt“, sagt Oelling. Auch Datenschutzprobleme seien nicht zu erwarten, da die iBeacon-Technologie keine Nutzerdaten aufzeichne.

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