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Die Welt der Berliner Start-ups

Crowdinvestor Bergfürst setzt auf Immobilienfinanzierung

27. September 2013 · Keine Kommentare · Allgemein

12a381-202Keine zehn Tage ist es her, dass die Crowdinvestment-Plattform Bergfürst die Berliner Volksbank als neuen Anteilseigner präsentierte. Und schon kommt sie mit einem neuen Partner um die Ecke, der ebenfalls auf Finanzierungsmodelle durch den Internetschwarm setzt: Nicolas Jeissing, Geschäftsführer von Engel & Völkers Gewerbe Berlin, hat sich an Bergfürst beteiligt. Er ist bei dem Immobilienmakler für den Aufbau des Geschäftsfeldes Gewerbeimmobilien zuständig.

Mit Jeissing gewinnt Bergfürst-Gründer Guido Sandler nicht nur einen neuen Investor. Es könnte ihm auch gelingen, die Tür zu einem neuen Geschäftsfeld neben Aktienemissionen für junge IT-Unternehmen aufzustoßen – die Immobilienfinanzierung.

Know-how des Immobilienmaklers gefragt

Sandler erklärt dazu: „Nicolas Jeissing ist ein erfahrener Unternehmer mit wertvoller Expertise, der uns nicht nur als Investor zur Seite stehen, sondern uns auch operativ als Generalbevollmächtigter für den geplanten Bereich der Immobilienfinanzierung unterstützen wird.“ Jeissing findet die Möglichkeit, das Bergfürst-Modell auch für die Immobilienfinanzierung zu nutzen jedenfalls „faszinierend“.

Unterdessen ist die erste Bergfürst-Kampagne angelaufen, nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) Anfang September den Wertpapierverkaufsprospekt von Urbanara gebilligt hatte. Die Zeichnungsfrist für Anteile an Urbanara, einem Onlineshop für Wohntextilien, hat begonnen. Das Unternehmen will dabei mindestens drei Millionen Euro erlösen, die es für die Expansion seines Geschäftsmodells braucht.

Bergfürst – Mindesteinsatz 250 Euro

Aktionäre können nach der Emission ihre Aktien auf der Plattform von Bergfürst elektronisch handeln – wie an einer Börse. Der Mindesteinsatz beträgt 250 Euro. Die Zulassung dafür hatte Bergfürst unlängst von der Bafin erhalten.

In dieser Anlageform unterscheidet sich Bergfürst von anderen Crowdinvestment-Plattformen. Dort erwerben Investoren keine Unternehmensanteile, sondern stecken ihr Kapital über Firmen wie Companisto oder Seedmatch in schnell wachsende Unternehmen. Diese können dann mit dem Fremdkapital ihre Unternehmensziele umsetzen.

Zeichnungsfrist bis November verlängert

Die Zeichnungsfrist für Urbanara-Aktion hatte am 12. September begonnen und war ursprünglich für 17 Börsentage bis einschließlich zum 4. Oktober geplant. Jetzt teilte Urbanara die Verlängerung dieser Frist bis zum 1. November mit.

Die offizielle Begründung lautet: Potenziellen Interessenten solle die Chance zum Einstieg gegeben werden. „Denn die jüngste Beteiligung der Berliner Volksbank an Bergfürst eröffnet einen vollkommen neuen Investorenkreis.“

Bergfürst plant Crowdinvestment-Rekord

„Wir verzeichnen in den letzten Tagen dramatisch verbesserte Bekanntheitswerte und eine deutliche Umsatzsteigerung,” wird Ben Esser, Gründer und Geschäftsführer von Urbanara, in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert.

Bergfürst plant mit der Emission von Urbanara-Aktien die bislang größte Schwarmfinanzierung. Zuletzt hatte das Green-Tech-Startup Aoterra mit Seedmatch Kapital in Höhe von einer Million Euro generiert und damit einen Crowdinvestment-Rekord aufgestellt, den Bergfürst nun dreifach übertreffen will.

 

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