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Die Welt der Berliner Start-ups

Mode-App Views entdeckt aktuelle Trends

10. Juli 2013 · Keine Kommentare · Allgemein

tumblr_inline_mm2lwfeyWy1rtn8tyWer die aktuellen Modetrends der angesagtesten Berliner Boutiquen erfahren will, muss die Macher von Viewsland fragen. Denn ihre App soll demnächst in der Lage sein, das herauszufinden.

Das Start-up Viewsland war vor einem Jahr als eine Art Pinterest für Berliner Modelabel und Boutiquen  gestartet. Die iPhone-App zeigt Fotos von einzelnen Kleidungsstücken an. Und wer auf das Bild klickt, erfährt auf einer neuen Ansicht, wo er das Stück kaufen kann und was es in dem Laden sonst noch gibt.

Online-Modekatalog mit Quellenhinweisen

Der Sinn von Views erschließt sich dem Benutzer nicht auf den ersten Blick, denn er sieht nur Bilderfolgen in der Art eines Online-Modekatalogs  mit Hinweisen auf die Läden, wo es diese Produkte zu kaufen gibt. Wer den „Want“-Button drückt, postet ein Bild auf Facebook. Mehr Interaktion ist nicht möglich.

Doch dies sei nur die Benutzeroberfläche einer weiter gehenden Anwendung, klärte jetzt Mitgründer Hermann Frank auf. „Wir entwickeln ein Dashboard für Geschäfte mit einem Inventurmanagement“, sagt er. Dann solle es für Kunden auch möglich sein, direkt aus der App heraus zu kaufen und sich die bestellte Ware zuschicken zu lassen oder im Shop abzuholen. Diese Erweiterung soll bis zum Spätsommer fertig sein.

Mit Viewsland die Buchhaltung erledigen

„Mit der Software können Shops ihr Online- und Offlineangebot synchronisieren“, sagte Frank. Wird im echten Laden ein Stück verkauft, verschwindet es auch aus dem Onlineshop – und umgekehrt. „Die doppelte Buchführung hat ein Ende.“ Mit Views  könnten die Läden ihre komplette Buchhaltung erledigen und Listen ausdrucken, die sie direkt ihrem Steuerberater vorlegen können, versichert Frank.

Um Views mit neuen Produkten zu füttern, laden die Händler ihre Angebote auf die Viewsland-Plattform hoch und geben die dazu gehörenden Daten ein: die Bezeichnung, Farbe, Größe und den Preis. Damit haben das Produkt gleichzeitig für ihr Inventurmanagement gespeichert.

70 angesagte Boutiquen bei Views unter Vertrag

Wenn Views diese Entwicklungsstufe erreicht hat, wird die Plattform zum Meta-Onlineshop für trendige Modeartikel in Berlin. Momentan stellen mehr als 70 der angesagtesten Berliner Boutiquen ihre Angebote ein. Das Angebot soll später auch in anderen Städten verfügbar sein.

Die Plattform könnte zu einer Art Mode-Seismograph werden und damit zu einem Werkzeug der Marktforschung. Denn Viewsland wird wissen, was in Berliner Boutiquen über die Theke geht, beziehungsweise was an den Kleiderbügeln kleben bleibt. „Wir sammeln lohnende Daten, die sonst niemand hat“, sagt Hermann Frank.

Büros auf dem  neuen Factory-Campus

Viewsland wurde vor einem Jahr in Berlin gegründet und hat inzwischen sechs Mitarbeiter. Das Start-up arbeitet in der Factory an der Rheinsberger Straße in Mitte. Sie gehört auch zu den Erstinvestoren des Unternehmens. Viewsland fikussiert sein Geschäftsmodell auf den unabhängigen Modeeinzelhandel, der Produkte mehrerer Marken verkauft.

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