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Die Welt der Berliner Start-ups

Imagine Cup – Microsoft zeichnet Studenten aus

7. April 2013 · Keine Kommentare · Allgemein

Berlin – Der Software-Konzern Microsoft sucht mit dem Imagine Cup junge Talente für die Entwicklung von Windows8-Apps. Es gibt Preise von insgesamt 300.000 US-Dollar . Die Vorrunde fand jetzt in Berlin statt.

„Wir wollen Studenten an unsere Technologie ranführen“, sagt Peter Jaeger, der bei Microsoft den Titel „Senior Director Developer & Platform Evangelism“ führt und damit so etwas wie der Chef-Missionar des Softwarekonzerns ist. Seine Aufgabe ist es vor allem, den Betriebssystemen Windows 8 und Windows Phone 8 zu größeren Marktanteilen (aktuell 3,9 Prozent) zu verhelfen. Dazu sucht Microsoft App-Entwickler an Universitäten – mit Hilfe des Imagine-Cup-Wettbewerbs, dessen Vorrunde jetzt in Berlin ausgetragen wurde.

Insgesamt 1,65 Millionen Studierende in 190 Ländern hat der Softwarekonzern in der vergangenen Dekade gefördert. In diesem Jahr waren es mehr als 300 Studierende aus ganz Deutschland, die der Einladung zum Wettbewerb und der  Student Technology Conference in Berlin gefolgt waren.

Am Ende gab es beim Imagine Cup in drei Kategorien je einen Preisträger, von denen einer zum internationalen Finale nach St. Petersburg fahren darf,  sowie Sonderpreise der Sponsoren – darunter Seed-Finanzierungen (20.000 Euro) von App Campus, dem mit 18 Millionen Euro ausgestatteten Start-up-Accelerator von Microsoft und dem Mobiltelefonhersteller Nokia. Und das sind die drei Preisträger (ihre Apps sind noch im Entwicklungsstadium) des Imagine Cup :

©Jürgen Stüber

©Jürgen Stüber

MetAppolic: Diabetes-Kranken ein nachhaltigeres Leben zu ermöglichen, ihre Motivation und ihre Selbstständigkeit zu stärken, haben sich die Entwickler der App Metappolic vorgenommen. Die künstliche Intelligenz ihres Programms berechnet die erforderlichen Insulin-Dosen und zeigt dem Kranken, wie er mit körperlichen Aktivitäten oder gesunder Ernährung die Menge der erforderlichen Medikamente reduzieren kann. Dazu füttern die Patienten das Programm zunächst mit einer Reihe von Körperdaten. Aus diesen Angaben errechnet ein intelligenter Algorithmus konkrete Vorschläge für ein gesünderes Leben. Die Idee sei bei einem Bier entstanden, sagen die vier Studierenden, als sie über das unbefriedigende Angebot an Diabetes-Apps sprachen.

Almuth Sürmann, Lucia Hämmerl, Johannes Schuricht und Matthias Voigt /Foto oben) dürfen mit ihrer Entwicklung am internationalen Finale des Imagine Cup in St. Petersburg teilnehmen. Dort geht es um Preisgelder in Höhe von 300.000 US-Dollar (230.000 Euro) und die Anwartschaft auf dreijährige Stipendien im Wert von insgesamt drei Millionen Dollar. Zusätzlich hat das Team 20.000 Euro Seed-Finanzierung von App Campus gewonnen.

©Jürgen Stüber

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My School: Eigentlich müssten Rafael Regh, Malte Götz und Niklas Holloh (Foto oben, von rechts) für ihr Abitur lernen. Doch seit Januar 2013 haben sie vor allem ihre App und den Imagine Cup im Sinn. Die drei Abiturienten und der Student Mark Kreuzer (im Foto links) planen die papierfreie Schule. „Allein in Köln werden jedes Jahr 300 Tonnen A4-Papier in Schulen für Arbeitsblätter verbraucht“, erläutern die vier Entwickler der App My School ihr Konzept. Das wollen sie ändern. Lehrer können Unterrichtsmaterialien auf ihre Plattform hochladen und mit eingeloggten Schülern teilen. Diese bearbeiten die Dokumente am Computer. Später wollen die My School-Entwickler ihre App um weitere Funktionen erweitern. Auch dieses Team hat 20.000 Euro Seed-Finanzierung von App Campus gewonnen.

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©Jürgen Stüber

Clown School: Mathematik mit Körpereinsatz – diese Idee eines Lernspiels für Drittklässler haben sich Christian Kokott und Paul Visser (Foto oben) ausgedacht. Kinder lernen mit Hilfe der Spielekonsole Kinect das Multiplizieren. Um die nötigen Zahlen zu bekommen, müssen sie springen.  Das macht Spaß, und die Rechenoperationen prägen sich nebenbei ein. „In der Schule ist das supergut angekommen. Die Kinder lernen schneller“, sagen sie. Die Idee hatten die beiden Gründer im Oktober 2012. Als nächstes wollen sie weitere Rechenarten in ihre App integrieren. Tagsüber gehen die beiden ihren Berufen nach: Christian macht eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Paul holt das Fachabitur nach, um studieren zu können. „Nach acht Stunden Arbeit sitzen wir sechs Stunden im Keller und programmieren“, sagen sie.

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