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Google Music – Lohnt das Warten?

18. November 2011 · Keine Kommentare · Allgemein

War das jetzt der große Wurf? Wird Google Music die Killer-App, die iTunes, Spotify und Rdio auf die Plätze verweist? Es gibt Zweifel.

Techcrunch„, das führende Technologieblog in den USA ist schon mal skeptisch. Die Seite sei – wie schon G-Mail – alter Wein in neuen Schläuchen und sehe zusammengeschustert aus.

Deutsche Fans werden sich wohl noch längere Zeit darüber ärgern müssen, dass der Dienst hierzulande nicht (oder nur über den Umweg eines VPN-Tunnels) zu nutzen ist. Am Donnerstag sagte ein Sprecher des deutschen Musikrechte-Verwerters Gema einer Nachrichtenagentur, Google sei noch nicht einmal an seine Gesellschaft herangetreten, um über Lizenzen zu verhandeln. Es kann also noch dauern.

Der Internet-Konzern hatte am Mittwoch in Los Angeles sein neues Angebot vorgestellt, das 13 Millionen Titel umfasst – deutlich weniger als beispielsweise Apple. Drei der vier großen Plattenfirmen konnte Google für sich gewinnen, einzig Warner Music bleibt außen vor. Zunächst steht das neue Angebot nur Kunden in den USA zur Verfügung. Später sollen rund 200 Millionen Android-Nutzer weltweit erreicht werden. Einige Titel können kostenlos heruntergeladen werden, andere kosten 0,69 bis 1,29 Dollar. Googles Speicherdienst für das Streamen von  bis zu 20 000 Songs aus der eigenen Musiksammlung ist kostenlos. Hier unterscheidet sich der Dienst von Apple.

Google hatte den Musikdienst bereits im Mai als Beta-Version vorgestellt. Millionen Menschen in den USA beteiligten sich und luden ihre digitalen Songs hoch, um sie dann auf Computer und Android-Geräten abzuspielen. Der Test war ein Erfolg: Die Kunden streamten durchschnittlich 2,5 Stunden pro Tag Musik.

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