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Die Welt der Berliner Start-ups

Smartphone-App ersetzt Kundenkarten aus Plastik

26. Oktober 2011 · Keine Kommentare · Allgemein

Eine neue App ersetzt Kundenkarten an Supermarktkassen. Android und iPhone werden zu digitalen Kundenkarten. Drei Mannheimer Studenten haben das Programm entwickelt, das die Charts im App Store stürmt.

Kundenkarten im Scheckkartenformat sind beliebt, haben aber einen Nachteil. Es ist lästig, sie im Portemonnaie mit sich herumzutragen und bei Bedarf schnell griffbereit zu haben. Drei Studenten der Universität Mannheim haben jetzt eine App für Android-Smartphones und das iPhone entwickelt, die dieses Problem löst: „Stocard“. Das Programm macht das Handy zur digitalen Kundenkarte.

Das Prinzip ist einfach: Mit der Kamera des Smartphones wird der Barcode der Kundenkarte eingescannt; die App erstellt die dazu passende digitale Kundenkarte. Daten von Karten ohne Barcode können über die Tastatur des Smartphones eingegeben werden. Um eine Karte hinzuzufügen, kann man in der App einen Händler aus einer Liste von voreingestellten Kundenkarten auswählen oder – bei seltenen Kundenkarten – den Namen des Händlers selbst eingeben und so ganz einfach die gewünschte Kundenkarte erstellen.  Im Geschäft erhält man weiterhin alle Rabatte und Punkte. Anstatt jedoch ewig an der Kasse die passende Kundenkarte im Geldbeutel zu suchen, genügt es nun, das Smartphone mit der App vorzuzeigen.

Einen Haken hat ie neue Software: Probleme kann es momentan noch beim Einlesen der Karte geben, wenn Geschäfte veraltete Laser-Scanner benutzen.  Nutzer berichten in den Kommentaren des App Store von diesem Problem. Auch David Handlos, Geschäftsführer von Stocard, kennt die Misere: „Leider benutzen manche Händler noch veraltete Scannersysteme wie Laser-Scanner oder Flachbettscanner statt moderner Imager. Diese älteren Scanner können aufgrund ihrer Beschaffenheit keine Handydisplays auslesen“, sagt er. „In diesem Fall kann man an der Kasse aber trotzdem die digitale Kundenkarte in der App vorzeigen und die Kundennummer eintippen lassen, die Punkte/Boni bekommt man trotzdem.“

Ein Geschäftsmodell haben die drei Studenten auch: Künftig sollen Angebote und Coupons zu den einzelnen Kundenkarten in der App angezeigt oder per Benachrichtigung an die Nutzer gepostet werden.

Die App schaffte es nach ihrer Veröffentlichung im September unter die Top 30 der deutschen Download-Charts im iTunes-Store. Zur Zeit ist sie dort in der Rubrik „Topaktuell“ unter den ersten 20 Highlights (Tipps der Redaktion) zu finden. Sie wurde bereits mehr als 60 000 Mal heruntergeladen.

 

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