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Facebook für Fortgeschrittene

18. September 2011 · Keine Kommentare · Allgemein

Facebook-Nutzer können jetzt öffentliche Status-Updates von Personen lesen, mit denen sie nicht befreundet sind. Das soziale Netzwerk führte den „Abonnieren“-Knopf ein. Umstritten ist, ob sich das neue Angebot durchsetzen wird.

Damit kopiert Facebook Funktionen, die man bisher nur von Twitter und Google+ kannte. Dort ist es einfach, Neuigkeiten von Prominenten, Politikern oder Journalisten zu verfolgen. Auf Facebook ging das nicht, es sei denn, man war mit der Person befreundet oder sie hatte eine Fan-Seite.

Jetzt haben Profile von Nutzern mit aktivierter Abo-Funktion oben auf der Seite einen Zusatz-Button. Wer ihn anklickt, erhält in seinem News Feed alle öffentlichen Mitteilungen dieses Nutzers, auch wenn er nicht mit ihm befreundet ist. Wer anderen erlauben will, die eigenen Updates zu lesen, aktiviert die Funktion mit zwei Klicks (hier).

Ein Profil mit aktivierter „Subscribe“-Funktion ist ideal für Nutzer, die anderen etwas miteilen wollen, aber nicht mit jedem Zuhörer befreundet sein wollen und auch keine eigene Fan Page eröffnen wollen: zum Beispiel Blogger oder Journalisten. Die Abo-Funktion erlaubt es, den Kreis seiner Zuhörer einfach zu erweitern.

Allerdings bleiben die Facebook-Abos eine halbherzige Sache. Google+ bietet mit seinen „Circles“ mehr Benutzerfreundlichkeit. Denn dort können Nachrichtenströme mit nur einem Mausklick kanalisiert werden. Diese Funktionalität bietet Facebook nur bei den „Smart Lists“ in Profilen: Wer auf der Seite einen Freundesnamen mit der Maus berührt, sieht ein Pop-up und ein weiteres, wenn er dort das Feld „Abonniert“ anklickt. In diesem Menü kann er nun auswählen, wie viele und welche Art von Nachrichten er von dem betreffenden Freund sehen will und was nicht – Text, Fotos, Einladungen, Spiele, etc.

Ob Nutzer die neue Funktionalität annehmen, bleibt abzuwarten. Die Meinungen in der Blogosphäre gehen auseinander. „Subsriptions könnten die Karten neu mischen, aber es ist noch früh“, sagt der Internet-Experte Steve Rubel. Eine Schlüsselfrage sei, ob die Nutzer das annehmen. „Das ist gut für die eher fortgeschrittenen Nutzer, aber verwirrend für die Masse, die schon Twitter nicht verstanden hat“, schreibt Nico Lumma, Direktor Social Media der Werbeagentur Scholz&Friends. Abos sind Facebook für Fortgeschrittene.

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