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Zagat-Kauf: Mit Google Restaurants bewerten

9. September 2011 · Keine Kommentare · Allgemein

Mit dem Kauf der Restaurantbewertungsplattform Zagat unternimmt Google einen weiteren Schritt vom Suchmaschinen- zum Social-Media-Unternehmen. „Zagat wird ein Grundpfeiler unserer lokalen Angebote“, schreibt Marissa Mayer, Vizepräsidentin des Unternehmens. Sie rechnet mit großen Synergien zwischen Google- Suche und -Maps auf der einen Seite sowie dem Erfahrungsreichtum und der Reputation der Zagat-Community auf der anderen. Sie berichtete auf Twitter über den Kauf.

Die jüngste Akquise des Suchmaschinenkonzerns Google ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Zum einen kauft das Internetunternehmen einen Buchverlag, was in der Webbranche eher die Ausnahme ist. Allerdings handelt es sich um einen Verlag, der schon vor der Erfindung des Mitmachweb auf Crowd Sourcing bei Restaurantbewertungen setzte. Zagat veröffentlich seit 32 Jahren Gastronomieführer, verfügt über eine Votingplattform im Internet und eine App für die mobile Restaurantbewertung.

Zum anderen lässt die Energie aufhorchen, mit der das Unternehmen den Markt der Local Businesses erobert. Hier hatte Google in der Vergangenheit keine besonderes Geschick bewiesen und kaum Erfolge verbucht. Die Versuche des Konzerns, dieses Segment zu besetzen, waren nicht mehr als Fußnoten in der Social-Media-Geschichte: Latitude, Hotpot und Places.

In letzter Zeit zeigt das Unternehmen aber Fortune: Anscheinend floriert das Geschäft mit lokalen Inhalten. Erst vor wenigen Tagen gab Google den Ausbau seiner Rabattgutschein-Plattform „Offers“ bekannt. Das Projekt begann in New York, San Francisco und Portland. Nun wird der Versuch um fünf Städte erweitert.

Die Blogosphere reagierte durchweg positiv auf Googles Neuerwerbung. „Die interessanteste und am wengisten erwartbare Akquisition seit langem“, postete Paul Allen, der Erfinder der erfolgreichen Ahnenforschungsplattform ancestry. „Man kann diesen Kauf mit Sicherheit einen der größten im Content-Business nennen“, schrieb Mashable. „Nach diesem Kauf kommt im Empfehlungsgeschäft niemand mehr an Google vorbei“, heißt es bei ReadWriteWeb.

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