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Die Welt der Berliner Start-ups

Warum es Android-Tablets schwerer haben als Apples iPad

17. Mai 2011 · Keine Kommentare · Allgemein

Als „Welt Online“ vor zweieinhalb Jahren den Chef des Grafikspezialisten Nvidia traf, schwärmte der Amerikaner: Stellen Sie sich einen ganz flachen Computer ohne Tastatur vor. Sie stehen in der Küche und laden per Tipp auf den Bildschirm aus dem Internet ein Rezept herunter. Das wäre doch großartig, sagte er.

Jen-Hsum Huang sprach damals wohl über Tablet-PCs, die es noch nicht gab, und dachte über Anwendungsgebiete für seinen „Tegra“-Chip nach. Heute steckt der Nachfolger dieses Prozessors in zwei brandneuen Android-Tablets, dem Xoom (Motorola) und dem Zehn-Zoll-Galaxy (Samsung).

Jetzt meldete sich auch Jen-Hsun Huang wieder zu Wort – allerdings nicht so euphorisch wie damals. Jetzt klangen seine Worte unzufrieden. Er kritisierte im Onlinedienst „cnet“ die Vermarktung der neuen Android-Tablets, die in diesen Wochen in die Läden kommen. „Es gibt ein Verkaufsproblem. Es gibt ein Kompetenz-, ein Handels- und ein Marketing-Problem. Und es gibt ein Preisproblem“, sagte der Nvidia-Chef dem Reporter. Ferner gehe es auch um die Frage des Software- und App-Angebots. Das ist bei Android-Geräten nicht gerade reichhaltig. Huang sprach sich für billige Basis-Tablets mit WLAN aus. Diese würden sich besser verkaufen als voll ausgerüstete Geräte mit 3G-Konnektivität und einer hochwertigen  Ausstattung.

Wer bei der Einführung des iPad2 im März die Warteschlangen vor den Apple-Läden gesehen hat, mag dem Manager zustimmen. Den Unternehmen des Android-Konsortiums gelingt es nicht, ihre guten Geräte richtig in Szene zu setzen.

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