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Die Welt der Berliner Start-ups

Schwerer Start für Check-ins

9. Februar 2011 · Keine Kommentare · Allgemein

Neulich in einem Deli: Aus Langeweile will der Nutzer, während er auf die Sushi wartet, bei Facebook Places einchecken. Weil das Lokal nicht im Verzeichnis steht, gibt er die Adresse selber ein. Doch ein Warnhinweis unterbricht: 8„…frage die Person erst um Erlaubnis“. So weit komme es noch, denkt der Nutzer und steckt das Smartphone wieder in die Tasche.

Ortsbasierte Dienste, so scheint es, wachsen – zumindest in Deutschland – nur sehr langsam aus ihren Kinderschuhen heraus. Eine Statistik, die neuerdings gelegentlich in die Werbungsspalte des Facebook-Profils eingeblendet wird, zeigt Check-ins an. Erstaunliche 76 Facebook-Check-ins nannte diese Statistik gestern für den kürzlich zu Ende gegangenen Internetkongress DLD in München. Das ist nicht eben viel, angesichts der Tatsache, dass sich dort fast die komplette Social-Media-Familie Deutschlands traf. Auf Foursquare checkten dort immerhin mehr als 800 ein, was mit daran gelegen haben mag, dass dort der Gründer dieses Dienstes sprach.

In Blogs (etwa Nico Lummas „Lummaland“) macht sich in letzter Zeit Skepsis über die Zukunft der ortsbasierten Dienste breit: Denn merkwürdig ist es schon, wenn man Four8square-„Mayor“ eines Restaurants mitten in Berlin bleibt, obwohl man seit Monaten nicht dort gewesen ist. Nur mit Anreizen werden Check-ins an Popularität gewinnen – materiellen wie Rabatten bei Facebook, vielleicht auch ideellen wie Abzeichen bei Foursquare, auf jeden Fall aber kontextuellen wie Instagram- oder Four8square-Fotos, die ihnen zu Relevanz für die Freunde verhelfen.

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