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Wie Jugendliche das Mobile Web nutzen

10. Januar 2011 · Keine Kommentare · Allgemein

Mobiltelefone spielen eine immer größere Rolle im täglichen Leben – insbesondere bei jungen Menschen. Die Unternehmensberatung Nielsen hat jetzt die Handynutzung der 15- bis 24-Jährigen weltweit analysiert (Download-Link hier). Ein Fazit: Deutsche Jugendliche sind Mobile-Web-Muffel.

Smartphones sind in dieser Altersgruppe weltweit unterrepräsentiert. Gerade einmal etwa ein Drittel der Jugendlichen in China (29 Prozent), Deutschland (29 Prozent) und den USA (33 Prozent) nutzt diese Geräte. Stärker sind sie in Großbritannien (36 Prozent) und Spanien (38 Prozent) verbreitet. Weltweit an erster Stelle liegt Italien mit einem Smartphone-Anteil von 47 Prozent. In Indien besitzt jeder zehnte Jugendliche eines. Smartphones sind komfortabler als „Feature Phones“ (Mobiltelefone mit Zifferntasten) und erlauben den einfachen Zugang zu mobilen Datendiensten.

Dieser eingeschränkte Komfort tut der Nutzung keinen Abbruch. Denn egal ob Smart- oder Feature Phone, in den meisten Ländern steht die Datennutzung beim Gebrauch an erster Stelle. 84 Prozent der jungen Chinesen und 83 Prozent der US-Amerikaner zwischen 15 und 24 verwenden das Handy vorrangig dazu. In Deutschland macht das nur jeder Zweite (47 Prozent), in Indien gerade einmal 13 Prozent.

Die jungen Chinesen (73 Prozent) sind im nationalen Vergleich die aktivsten Internetnutzer vor den US-Amerikanern (48 Prozent), Briten (46 Prozent) und den Russen (39 Prozent). Zum Vergleich: Nur jeder fünfte deutsche Jugendliche surft mit dem Handy im Web.

Auf dem zweiten Rang bei der Datennutzung rangiert übrigens länderübergreifend der Download von Klingeltönen. Auf Rang drei Instant Messaging.

SMS-Dienste sind für die jungen Inder die wichtigste Gebrauchsvariante (51 Prozent), gefolgt von Brasilien (48 Prozent) und Deutschland (38 Prozent). Sprachtelefonie ist für 14 Prozent der Deutschen, zwei Prozent der Chinesen und 6 Prozent der US-Amerikaner vorrangige Nutzungsart.

E-Mail spielt der Studie zufolge für Jugendliche weltweit eine untergeordnete Rolle – mit einer Ausnahme. 39 Prozent der jungen US-Amerikaner bezeichneten das Mailen als vorrangige Datennutzung ihres Mobiltelefons. Überhaupt spielt dort das Versenden von Textnachrichten anscheinend eine große Rolle. Auf die Frage, warum sie ein Mobiltelefon besäßen, antworteten im Jahr 2008 noch die meisten Jugendlichen mit „Sicherheit“. Heute sei der Hauptgrund das Text Messaging, heißt es in der Nielsen-Studie. Eine vollständige Tastatur sei für 43 Prozent der Befragten erstes Auswahlkriterium bei der Suche eines neuen Geräts.

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