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Die Welt der Berliner Start-ups

Hühner im sozialen Web

25. November 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Ein Berliner Start-up eröffnet mit der Internetplattform „TheChicken.com“ ein neues Bewertungsportal. Die Informatiker Sebastian Kurt und Adrian Hass wählten das ortsbasierte Netzwerk Foursquare als Vorbild. Beiden Websites ist das Element des „Check-in“ gemeinsam. So wird das Anmelden eines Nutzers genannt. Doch im Gegensatz zu Foursquare wird auf der Hühnerseite nicht in Orte eingecheckt, sondern in Produkte. Der Vorgang heißt auch nicht Check-in, sondern Erlebnis.

Inspiriert wurden die Gründer, die sich bereits als Studenten an der Freien Universität Berlin mit Empfehlungssystemen befassten, von Seiten wie Amazon, wo Kunden Produkttests schreiben oder Twitter, wo auch Kurznachrichten über Produkte verfasst werden. „Wir wollten die Welt dazwischen abbilden“, sagt Sebastian Kurt. Es sollten keine langen Geschichten getextet werden. Stattdessen sei die Idee, über Emotionen mit den Produkten zu schreiben. „Wir dachten, was bei Foursquare mit Orten funktioniert, sollte auch mit Produkten möglich sein“, sagt Kurt.

Die Spielideen beider Plattformen sind ähnlich: Wer die meisten Erlebnisse mit einem Produkt hatte, wird in Analogie zum Foursquare-Mayor der „Chef“ des Markenartikels. Auch Auszeichnungen wie die Foursquare-Badges für besonders häufige Aktivitäten soll es geben. Die beiden Entwickler der Seite hoffen, dass die Nutzer über ihre Lieblingsprodukte miteinander ins Gespräch kommen und auch neue Produkte entdecken, die von ihrem Netzwerk empfohlen werden.

An diesem Punkt setzt dann auch das Geschäftsmodell der Informatiker an. Firmen könnten für das Product-Placement auf der Plattform bezahlen und im Gegenzug Informationen über ihre Kunden und deren Netzwerke erhalten. „Natürlich mit anonymisierten Daten“, wie Sebastian Kurz sagt.

Ein Bonus-Modell wie bei Foursquare oder der ähnlichen deutschen Plattform „Friendticker“ planen die Erfinder noch nicht. Dort erwarten reale Güter für besondere Aktivität die Nutzer. Geplant ist ferner eine Integration der Netzwerke Twitter und Facebook sowie eine Applikation für Mobiltelefone. Als Starttermin ist der 1..Dezember vorgesehen.

TheChicken.com, der Name der Plattform, leitet sich phonetisch von Check-in her. „Letztendlich wurde uns im Schlaf befohlen, unser Angebot ,The Chicken’ zu nennen, als einem von uns im Traum in den Sinn kam, dass ,Check-In’ im Schüttelreim „Chicken“ ergibt. Das fanden wir nicht nur herrlich absurd, sondern gleichzeitig viel sympathischer“, sagt Kurt.

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