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Die Welt der Berliner Start-ups

Intel will ein Stück vom Kuchen

14. September 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Computer-Chips zu verkaufen ist ein hartes Brot: Die Entwicklung ist teuer, der Fortschritt rasend, der Preisverfall hoch, die Konkurrenz hart. Verglichen damit herrschen in der Software-Industrie paradiesische Zustände. Neugierige Kunden kaufen milliardenfach die „App“ genannten Kleinprogramme und laden sie auf ihre Smartphones, Tabs und Pads. Vielleicht mit etwas Neid blickte der weltgrößte Chiphersteller Intel auf dieses lukrative Treiben der Software-Industrie, für die das App-Geschäft eine Goldgrube geworden ist.

Intel folgt jetzt den großen Vorbildern Apple, Google und vieler kleinerer Anbieter. Auf dem Developer Forum in San Francisco kündigte das Unternehmen seinen eigenen Software-Onlineladen an. „AppUp“ soll die Downloadplattform heißen, die sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Software für den boomenden Tablet-Markt anbietet. Gemeinsam mit dem Handykonzern Nokia hat der Chiphersteller auch das auf Linux basierende Betriebssystems MeeGo entwickelt und kürzlich für die weitere Entwicklung ein gemeinsames Forschungszentrum in Oslo gegründet. Intel drängt mit seinen Prozessoren momentan in den Markt der Smartphones und Mobilen Internet Devices, in dem bislang vor allem Produkte der Wettbewerber zu finden sind.

Jetzt müssen nur noch Programmierer davon überzeugt werden, Applikationen nicht nur für Android und Apple zu liefern. Software-Entwickler will der Chiphersteller in einem umfangreichen Entwickler-Programm ködern und mit Beratung und Finanzierung unterstützen.

Das Hardware-Unternehmen stellt sich neu auf: Erst kürzlich kaufte der Chiphersteller das Wireless-Solutions-Geschäft von Infineon und den Virenschützer McAfee. Der Chiphersteller will sich ein Stück vom Software-Kuchen sichern.

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