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Die Welt der Berliner Start-ups

Die Twitter-Diät

23. August 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Alte Fotos zeigen Brian Stelter als wohlgenährten Mann mit rundlichem Gesicht. Der Reporter der „New York Times“ wog deutlich mehr als hundert Kilo. An seinem 25. Geburtstag im September, hatte er sich vorgenommen, wollte er 25 Pfund abgenommen haben. Pro Woche ein Pfund. Das war vor einem halben Jahr. Brian Stelter trat nicht den Weight Watchers bei und schrieb auch kein Tagebuch. Er nutzte Twitter als soziale Kontrollinstanz für seine Kur. Mit Erfolg, wie sich heute zeigt.

„Ich wusste, dass ich nicht alleine abnehmen könnte; ich brauchte die Hilfe eines mich anfeuernden Publikums“, schrieb er am Wochenende in der „Times“ (Link). Im März 2010 hatte er den Twitter-Account @brianstelter25 (Link) eröffnet, in dem er sein Projekt dokumentierte, die Kalorienwerte seiner Speisen und Getränke auflistete und sich mit seinen Fans austauschte. Hier beichtete er Sünden und feierte Erfolge.

Bereits zwei Monate nach dem Start hatte er dank eiserner Disziplin und der sozialen Twitter-Kontrolle sein Ziel erreicht und 25 Pfund abgespeckt. Der Erfolg ermutigte ihn zu einer neuen Hürde: weitere 25 Pfund bis zu seinem Geburtstag. Nebeneffekt der Aktion: Einige seiner Follower wie @andrearosen (270 Pfund) griffen die Idee auf und starteten erfolgreich eigene Abmagerungsversuche. Kurz vor dem Ziel hat Brian Stelter sich erneut übertroffen: „Am 3. September werde ich 75 Pfund abgenommen habe“, schrieb er jetzt. Sein Twitter-Foto zeigt einen optimistischen, schlanken Mann. Damit das auch so bleibt, will er sich eine Waage kaufen, die das aktuelle Gewicht twittert, sobald man sie betritt (Link).

Weniger Erfolg mit der Twitter-Diät hatte die Techcrunch-Bloggerin Alexia Tsotsis. Sie versuchte, sich mit Twitter-Support das Rauchen abzugewöhnen. Trotz Unterstützung ihrer Follower („Halte durch“, „Du schaffst es“, „Es lohnt sich 100 Mal“) schrieb sie nach drei Tagen Zigaretten-Abstinenz, auch wenn sie der Wunsch quäle, es schaffen zu wollen, es werde ihr nicht gelingen. Vielleicht schafft sie es ja im zweiten Anlauf.

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