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Die Welt der Berliner Start-ups

Eine Zukunft für „Chatroulette“

8. August 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Die Seite ist das Sammelbecken aller Exhibitionisten und Perversen, der schmutzige Underground des Web. Doch „Chatroulette“, der One-to-One-Videochat des Russen Andrej Ternowski gerät neun Monate nach seinem Start und ein halbes Jahr nach dem Medienhype ins Blickfeld namhafter Strategen: Sean Parker, Mitgründer des Filesharers Napster, ab 2004 Präsident des Netzwerks Facebook und später Partner des Risikokapital-Investors Founders Fund, sagte der Plattform eine aussichtsreiche Zukunft voraus.

Wie das Technologie-Blog „Read8WriteWeb“ schreibt, sprach Parker auf der „Techonomy“-Konferenz in Lake Tahoe (Kalifornien) über die Frage „Was kommt nach Social Media“. Er outete sich als Berater Ternowskis. Parker hob hervor, dass niemand außer „Chat8roulette“ das Thema Live Video besetzt habe. Seine Vision scheint zu sein, dem zufallsgenerierten und per „Next“-Taste gesteuerten One-to-One-Chat eine social-media-basierte „One-to-many“-Dimension zu verpassen. „Personen, die nicht genextet werden (weggeklickt, um das nächste Video zu sehen, d.Red.), könnte zu einem größeren Publikum verholfen werden. Denn wenn das Video nicht genextet wird, ist es wahrscheinlicher, dass es ein nettes Mädchen und nicht einen Penis zeigt. Es ist wahrscheinlicher, dass das Video interessant ist.“ Parker sieht ein Live Performance Tool für Videos, die in der Community angesagt sind.

Bereits im Juni meldete „Techcrunch“, Parkers Napster-Gründerkollege Shawn Flanning gehöre zu den Beratern des Entrepreneurs Ternowski. Auch er sieht das Potenzial der Plattform.

Apple ist bereits einen Schritt weiter: Seit Anfang August wird im App Store das Videochat-Programm „Chatisfaction“ verkauft. Der Code stammt von einer Firma namens „Dirty Bird Interactive“. Wenn der sittenstrenge Steve Jobs da mal nicht zum Zauberlehrling wird …

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