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Die Welt der Berliner Start-ups

Hauptsache Networking und Kommunikation

5. August 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Wie sehr das Verhalten der Internetnutzer im Umbruch begriffen ist, zeigt eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen. Amerikaner verbringen inzwischen fast ein Viertel ihrer Online-Zeit in sozialen Netzwerken. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 15,8 Prozent – ein Anstieg um 43 Prozent binnen zwölf Monaten. Damit ließen die Netzwerke Online Games, die immerhin noch 10,2 Prozent der Online-Zeit erhalten, weit hinter sich (plus zehn Prozent). Kleiner geworden sind die Zeitfenster, die Internetnutzer für E-Mails (minus 28 Prozent), Portale (minus 19 Prozent) und Instant Messaging (minus 15 Prozent) öffnen. Suchmaschinen liegen in der Rangfolge der Internetaktivitäten auf Platz sieben. Ihre Nutzung ist im Jahresvergleich fast konstant und summiert sich auf nur 3,5 Prozent der Online-Zeit.

Für Internetkonzerne, die in der Zeit des Suchmaschinenbooms mächtig geworden sind, wie Google (zumal nach dem Wave-Fiasko, siehe unten) stellt sich daher die Frage, wie sie sich in der Zukunft gegenüber den sozialen Netzwerken positionieren sollen und welche Perspektiven sie haben.

Auch Firmen, die ihr Geld ausschließlich mit E-Mail-Diensten verdienen, werden sich angesichts der erdrutschartigen Verluste diese Frage stellen müssen. Letztere haben aber noch einen Trumpf: das mobile Web. Denn 41,6 Prozent ihrer Onlinezeit an Smartphones verbringen die Amerikaner mit dem Schreiben von E-Mails – mit einer im Jahresvergleich um 37,4 Prozent steigenden Tendenz. Aber auch bei der mobilen Internetnutzung steigt die Zeit für Social Media zweistellig – um 28 Prozent.

Die Studie lässt sich mit einer markanten Zahl zusammenfassen: Internetnutzer verbringen mehr als ein Drittel der Online-Zeit (36 Prozent) mit Kommunikation und Networking in sozialen Netzwerken, Blogs, Mail und Messaging.

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