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Der coole Bibo

7. Juli 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Katholische Bischöfe sorgen in letzter Zeit recht selten für positive Schlagzeilen. „Bibo“ ist da eine erfreuliche Ausnahme. „Bibo“ – so nennt sich Franz-Josef Bode, der Oberhirte des Bistums Osnabrück, auf seinem neuen Blog. In einer „hippen Botschaft“ (Mediendienst „Meedia“) spricht der Geistliche zu seiner Webgemeinde – Teil einer großen crossmedialen Online-Offensive des Episkopats, die seit einigen Tagen online ist. Die Berliner Agentur „A&B Face2net“ hat den Onlineauftritt des Bistums Osnabrück entwickelt. Ihr Fazit: „Auch für die katholische Kirche wird das World Wide Web zu einem immer wichtigeren Kommunikationsinstrument.“

Die neu gestaltete Website www.bistum-osnabrueck.de enthält Links zu Twitter-Tagesbotschaften. Das können Bibelzitate sein, Aphorismen oder Sätze von Theologen – gestern zum Beispiel („Wir gehen nie allein. Gott geht alle Wege mit.“ Alfred Delp). Es gibt den Bistumsblog mit nachdenklichen Texten, Links zur Zeitung „Kirchenbote“ und zur neuen Facebook-Seite der Diözese sowie einen Flickr-Fotostream.

Die nur eine Minute lange Videobotschaft von Deutschlands erstem Social-Media-Bischof greift Parallelen zwischen der Institution Kirche und den sozialen Netzwerken des Internet auf. Sie ist über eine Website mit dem viel sagenden Namen www.das-erste-soziale-netzwerk.de abrufbar. „Wir, die Kirche, sind das erste soziale Netzwerk der Welt“, sagt „Bibo“ dort. Seit über 2000 Jahren vernetze sie Gleichgesinnte und blicke weltweit auf eine Riesenanzahl von Menschen, „denen das gefällt“ – „unseren Followern sozusagen“. Schließlich lädt er noch dazu ein, das Netzwerk Kirche seinen Freunden vorzuschlagen, die Botschaften zu kommentieren und zu teilen, und die sonntäglichen Status-Updates zu verfolgen.

Eines hat Bibo schon jetzt den bekannten Netzwerken voraus: Seine Community hat mehr als eine Milliarde Follower.

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