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Die Welt der Berliner Start-ups

Orientierungslos im Netz

1. April 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Aus dem Arbeitsleben zu bloggen, kann böse enden. Vor etwa einem Jahr verloren einige Mitarbeiter der Fluggesellschaft British Airways ihren Job, weil sie auf Facebook abfällig über „stinkende und nervige“ Passagiere geschrieben hatten. Ein ähnliches Schicksal erfuhren 13 Angestellte von Virgin Airlines, die im Internet über laxe Sicherheitsstandards und Kakerlaken in Flugzeugen posteten und Kunden „Chavs“ (Asoziale) nannten.

Unternehmen sind um ihre Reputation im Internet bemüht. Manche reagieren rigoros, wie die US-Zeitung „Washington Post“. Sie verbietet Mitarbeitern generell alle Postings, die auf Neigungen und Ausrichtung des Autor schließen lassen und damit die Glaubwürdigkeit der Zeitung beschädigen könnten.

Da viele Unternehmen beim Umgang mit Social Media hilflos reagieren, hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) einen Leitfaden mit zehn Tipps für den geschäftlichen Umgang im Social Web formuliert. Denn kein Unternehmen kann sich dem Social Web entziehen. Doch Mitarbeiter stecken in dem Dilemma, dass sie schnell private und berufliche Informationen auf Social Media-Plattformen vermischen. „Klare Unternehmensrichtlinien für die geschäftliche Nutzung von Social Media beugen ungezielte Kommunikation vor, um potenzielle Risiken sowohl vom Unternehmen als auch von einzelnen Mitarbeitern abzuwenden“, sagt Axel Schmiegelow (CEO von sevenload), einer der Autoren des Leitfadens.

Hier in Kürze die zehn Social-Web-Gebote des BVDW. Erläuterungen gibt es auf der Website des Verbands: 1. Definieren Sie Ziele; 2. Geheimnisse sind geheim und Interna bleiben intern; 3. Mitarbeiter müssen authentisch sein; 4. Wer veröffentlicht, übernimmt Verantwortung; 5. Interne Kritik ist erlaubt, bleibt aber intern; 6. Gehen Sie mit Fehlern offen um; 7. Schonen Sie Ihre Geschäftsbeziehungen; 8. Beachten Sie das geltende Recht; 9. Schränken Sie private Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit ein; 10. Social Media erfordert kontinuierliches Engagement.

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