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Die Welt der Berliner Start-ups

Sport-Fernsehen aus dem Web

15. Februar 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Wäre es nicht schön, nach Feierabend auf dem Sofa liegend Fernsehen aus dem Internet zu sehen. Das Programm der Wahl zum Zeitpunkt der Wahl. Auf dem großen Bildschirm, nicht auf dem kleinen Laptop. Und schon gar nicht am Computer auf dem Schreibtisch.

Internetfernsehen hat es nicht leicht, den Sprung vom PC auf den Flachbild-Fernseher zu schaffen, obwohl seit Jahren darüber geredet wird. Die Sony Roadshow gestern in Berlin, bei der dem Fachhandel die Produktneuheiten des Jahres vorgeführt wurden, ließ zumindest den Trend erahnen.

Es ist zwar kein Problem, eine Serienfolge oder einen Kinofilm per Set-top-Box bei iTunes oder Videoload zu kaufen und auf dem Fernseher abzuspielen. Auch einen YouTube-Clip oder die Tagesschau zum Wunschzeitpunkt zu streamen, geht inzwischen. Dann ist aber bei vielen Geräten Schluss: Viel mehr gibt es nicht. Wer zum Beispiel eine verpasste ZDF-Sendung oder den Beitrag aus der Mediathek eines anderen Senders ansehen will, muss sich vor den PC setzen.

Jetzt könnte der Sport zum Katalysator der neuen Technologie werden. Panasonic leistet auf diesem Gebiet seit mehr als einem Jahr Pionierarbeit und bringt über den Dienst Viera Cast den Kanal Eurosport aus dem Internet auf den Fernseher. Der Zuschauer kann Filmbeiträge seiner Lieblingsdisziplin abrufen. Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft springt auch Sony auf diesen Zug und will Mitte des Jahres einen Kanal des Deutschen Fußball-Bundes anbieten. Wie es gestern hieß, sollen Spiele der Nationalmannschaft, Spielerinterviews und Pressekonferenzen on Demand aus dem Web abrufbar werden. Ob auch Gegneranalysen von Urs Siegenthaler bereitgestellt werden, ist noch unklar.

Dass langfristig alle Mediathek-Inhalte der Sender als Internet-Stream verfügbar sein werden, ist bei Fernsehherstellern unumstritten. Wie es heißt, erschweren Vertragsprobleme die Lösung des Problems. Und die Technik: Die Mehrzahl der Hersteller nutzt IP-TV-Dienste über eigene Server. Einzig Philips bietet eine browserbasierte Lösung (NetTV) mit inzwischen 44 Kanälen. Für Sony, Samsung und Co. bleibt noch viel zu tun.

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