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Die Welt der Berliner Start-ups

Facebook als Webmail-Service

10. Februar 2010 · Keine Kommentare · Facebook

Das Social Network Facebook arbeitet daran, seinen Messaging-Service komplett zu überarbeiten und startet damit einen weiteren Angriff auf die Vorherrschaft des Internet-Konzerns Google. Das jedenfalls behauptet das Social Media Blog TechCrunch und beruft sich dabei auf „eine Quelle, die das Produkt kennt“. Titan sei der Name des geheimen Projekts.

Bislang ist das Facebook-Postfach ein unhandliches und weitgehend geschlossenes System. E-Mails können nur in einer Richtung verschickt werden – nämlich aus der Plattform heraus. In umgekehrter Richtung sind Facebook-Nutzer nicht direkt per Mail erreichbar.

Glaubt man dem Dienst TechCrunch, so soll jeder Facebook-Anwender künftig eine Mailadresse erhalten, die seiner Vanity-URL entspricht. Diese sähe dann so aus: maxmustermann@facebook.com . Für das Unternehmen ist das mehr als eine Spielerei. Denn die Mailadresse ist nach wie vor das wohl wichtigste Merkmal der Online-Identität eines Nutzers.

Das Soziale Netzwerk will ein Internet-Komplettservice werden und hat kein Interesse, dass seine Kunden die Plattform verlassen – wozu auch immer. Schon jetzt ist das Netz ein Nachrichtenkanal und hat wie berichtet Google News weit hinter sich gelassen. Und bereits 60 Millionen Anwender monatlich nutzen nach Unternehmensangaben Facebook Connect. Sie können mit ihrer Facebook-Anmeldung 80 000 Partnerwebseiten besuchen, ohne sich dort erneut anmelden zu müssen.

Würde das Unternehmen nun auch noch ein vollwertiges Webmail-Produkt entwickeln, entfiele für den Anwender ein weiterer Grund, eine konkurrierende Plattform zu besuchen – beispielsweise Google.

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