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Wenn Teenies surfen

4. Februar 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Teenager haben das Interesse an Kreativität und Diskurs verloren. Blogs sind out. Twitter auch. Teenager sind stattdessen lieber in sozialen Netzwerken unterwegs – vor allem bei Facebook – wo sie eher Webinhalte teilen als neue zu schaffen.

Das hat das amerikanische Pew Research Center herausgefunden. Das Forschungsinstitut aus Washington, das den Anspruch hat, das Leben in den USA zu dokumentieren, befragte dazu 800 junge Amerikaner zwischen 12 und 17 Jahren und 2253 Erwachsene.

Konsum ist an die Stelle von Produktivität getreten. Nur 14 Prozent der Teenager gaben an, ein Blog zu schreiben, im Jahr 2006 waren das noch 28 Prozent. Eher neigen sie dazu, Blogs zu kommentieren, aber auch dies mit sinkender Tendenz. 52 Prozent sagten, sie hätten schon einmal das Blog eines Freundes kommentiert, vor vier Jahren sagten das noch 76 Prozent der Teenager. Aber was tun 12- bis 17-Jährige in Social Netzwerken? Die Forscher stellten auch fest, dass weniger Messages verschickt werden. Vor allem werden Inhalte geteilt (38 Prozent) – sprich weitergeleitet – oder remixed (21 Prozent). Geschrieben wird weitaus seltener.

73 Prozent der US-Teenager surfen auf den Social Media Websites. Ende 2006 waren es nur 55 Prozent. 71 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen ein Facebook-Profil, 66 Prozent sind bei MySpace und 7 Prozent bei Linkedin. Während die Akzeptant von  Facebook auch mit steigendem Alter erhalten bleibt, fällt das Interesse an MySpace mit dem Erwachsenwerden bei vielen in den Keller.

Twitter – aber auch virtuelle Welten wie Second Life, Gaia oder Habbo Hotel – sind bei 18- bis 29-Jährigen nicht angesagt. Nur jeweils acht Prozent der Befragten gaben an, dort unterwegs zu sein. Dass nur so wenige Teenies twittern wundert. Denn immerhin 66 Prozent sagten, dass sie mit anderen Textnachrichten kommunizieren. Mit dem Alter steigt das Interesse an Twitter. Und Mädchen mögen den Dienst mehr als Jungs. 14 Prozent der Mädchen im High-School-Alter nutzen einen Twitter-Account (Jungen: 7 Prozent).

Bei den Erwachsenen sinkt das Desinteresse am Bloggen nicht so gravierend. Knapp ein Viertel der 18- bis 29-Jährigen und sieben Prozent der mehr als 30-Jährigen gaben im Dezember 2007 an, ein Blog zu schreiben. Zwei Jahre später taten das noch 15 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und elf Prozent der Amerikaner über 30.

Insgesamt sind 93 Prozent der jungen Amerikaner Online. Das Pew Research Center fragte auch nach den Aktivitäten der 12- bis 17-Jährigen: Für 62 Prozent ist das Internet Quelle von Nachrichten über aktuelle und politische Ereignisse. 48 Prozent kaufen ein. 31 Prozent sagten, dass sie Gesundheits- und Fitness-Informationen aus dem Web beziehen und 17 Prozent suchen Informationen, über die sie öffentlich nicht sprechen können wie Sexual- und Drogenberatung.

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