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Die Welt der Berliner Start-ups

Guten Appetit

31. Januar 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Gewöhnlich heißt es, das Web und seine Begleiterscheinungen seien die Totengräber der Printmedien. Dass auch das Gegenteil der Fall sein kann, zeigen zwei Bücher, auf deren Erscheinen jetzt die Zeitschrift „essen&trinken“ aufmerksam gemacht hat und deren Inhalte komplett aus dem Internet stammen. Man glaubt es kaum, aber auch das gibt es: Druckerschwärze verhilft Inhalten dem kurzlebigen Internet zu Unvergänglichkeit.

Die beiden Bücher entstammen dem florierenden Genre der Food-Blogs. Derer gibt es weltweit mehr als 2000, wenn man der Meta-Seite www.foodblogblog.com glauben mag. Allerdings sagt diese Zahl wenig über die Qualität und Originalität der enthaltenen Rezepte aus, zumal die Foodblogblog-Liste auch eine ganze Reihe von Web-Leichen und Spam-Links enthält und man beim Foodblog-Surfen gelegentlich den Eindruck gewinnt, dass manche Autoren gerade einmal wissen, wo beim Kochlöffel oben und unten ist und die Autoren uns mit dem 137. Marmorkuchen-Rezept langweilen.

Aber es gibt auch Highlights mit schönen Rezepten und ausgefallenen Ideen, wie sie im „Foodie-Handbuch“ der thailändischen Bloggerin Pim Techamuanvivit (19,95 Euro, Christian Verlag) und dem Buch „Anonyme Köche“ des Bloggers Claudio Del Principe (19,90 Euro, Verlag Gräfe und Unzer) enthalten sind.

Wer nicht gleich ein Buch kaufen will, dem sei einen informativen Überblick über die Highlights der Food-Blog-Szene empfohlen. Er wurde vor nicht allzu langer Zeit von der Online-Ausgabe der britischen „Sunday Times“ zusammengestellt. Keine Angst! Hier geht’s nicht um englisches Essen. Die Liste enthält Links zu internationalen Köchen. Na dann guten Appetit.

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