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Die Welt der Berliner Start-ups

Der wahre Wert des Handys

12. Januar 2010 · Keine Kommentare · Allgemein

Was ist ein Handy wirklich wert? Das ist fast schon eine philosophische Frage. Doch die isuppli Corporation, ein US-Marktforschungsunternehmen für die IT-Branche, sieht das anders. Und viel pragmatischer. Da wird einfach eine Excel-Tabelle erstellt, in die alle Bauteile und ihre Preise hineingeschrieben werden. Die einzelnen Elemente werden addiert. Und unter dem Strich steht dann die nackte Wahrheit. Beim neuen Google-Handy „Nexus One“ ergibt die Addition knapp 174 US-Dollar (120 Euro). Zum Vergleich: Angeboten wird das Gerät für 529 Dollar (363 Euro).

Das teuerste Einzelteil des Mobiltelefons ist der Prozessor, ein ein Gigahertz schneller „Snapdragon“ des Chipherstellers Qualcomm, der umgerechnet mit 20 Euro und 97 Cent zu Buche schlägt und mancherlei Legenden zum Trotz bereits seit längerem in einem anderen Handy verbaut wird (dem TGO1 von Toshiba). Das zweitteuerste Bauteil ist das Display (16,17 Euro) mit organischen Leuchtdioden (Amoled-Technologie), das der Analyse zufolge von Samsung stammt und in dieser Größe weltweit in keinem anderen Mobiltelefon verbaut wird, an dritter Stelle folgen die Speicherelemente (14 Euro) – ebenfalls von Samsung.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Blick auf die Konkurrenz. Auch deren Telefone wurden von isuppli auseinandergeschraubt und durchkalkuliert. Für das iPhone 3GS errechnete das Unternehmen im Juni des Jahres 2009 einen Wert von etwas mehr als 172 Dollar, wie der Branchendienst „Mobile Business Briefing“ schreibt. Das Android-Handy „Milestone“ von Motorola hat der Analyse zufolge Materialkosten von 185 Dollar – weit mehr als das Palm „Pre“, dessen Innenleben laut „isuppli.com“ nur 140 bis 160 Dollar wert ist. Am teuersten ist laut der Statistik der Blackberry „Storm“, dessen Materialkosten sich auf 203 Dollar (140 Euro) summieren.

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