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Brotlose Kunst

15. Dezember 2009 · Keine Kommentare · Allgemein

Eine brotlose Kunst ist das Bloggen zumindest in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Social-Media-Studie der Fachhochschule Köln, die am Institut von Professor Matthias Fank erarbeitet und von der Social-Media-Agentur Infospeed unterstützt wurde. Danach sind Werbeeinnahmen durch Banner als Einnahmequelle in Blogs am stärksten verbreitet. Die Einnahmen reichen den Bloggern aber nicht aus, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. 57,8 Prozent der Studienteilnehmer halten es auch nicht für möglich, von den Erlösen ihres Forums oder Blogs leben zu können. Einige private Foren und Blogs lehnen es zudem auch ab, Einnahmen mit ihren Publikationen im Internet zu erzielen.

Die überwiegende Zahl der befragten Blogger sprach sich gegen bezahlte Beiträge aus: Mehr als 80 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, nur selbst verfasste Texte zu veröffentlichen. 90 Prozent der Blogger sind zudem der Ansicht, bezahlte Beiträge sollten eindeutig als solche gekennzeichnet werden. Die Mehrzahl der Blogger meint, dass die Unabhängigkeit eines Blogs durch die Vergütung von Beiträgen leide.

Die Blogger wurden auch zu ihrer Einstellung zu Werbung, anonymen Kommentaren, gekauften Beiträgen, PR-Texten und der Einmischung von Unternehmen befragt. Verdeckte, durch Unternehmen erstellte Beiträge oder Manipulationsversuche erfolgen laut der Studienteilnehmer eher selten. Unternehmen oder von ihnen beauftragten Agenturen gelinge es nach Ansicht der Befragten auch nicht, in der Wortwahl den Jargon der Blogs zu treffen. Die Texte wirken häufig zu kommerziell, und die Selbstdarstellungen der Unternehmen sind zu positiv. Richtigstellungen deuten häufig auf verdeckte Beiträge der Unternehmen hin, die oft dann erfolgen, wenn das Blog einen negativen Beitrag veröffentlicht hat.

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